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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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den Bonaparte vor AuSbruch des Krieges begangen, bestätigt,sondern es trat Oestreich noch ab an das „Königreich Italien"das Venetianische Land auf beiden Seiten des Meeres; anBaiern Tvrol, die starke Vormauer des Staates, auch Vor-arlberg, Eichstä dt und einen Theil von Passau; an BaiernWürtemberg und Baden die SchwäbischöstreichischenLande sammt dem Breisgau. Dagegen sollten Salzburgund Berch tesgaden mit Oestreich vereint, dem ehemaligenGroßh. von ToSkana, jetzt Besitzer dieser Länder, dafür Würz«bürg gegeben werden. Auch sollte daS Hoch- und Teutsch«meisterthum einem östreichischen Prinzei; erblich zugeschiedenseyn. Die Kurfürsten von Baiern und Würtemberg wurdenals Könige, und mit ihnen der Kurfürst von Baden als völliguüabhängig anerkannt, doch sollten sie dem „teutschenBunde" fortwährend angehören. Baiern bekam überdieß nochdie bisherige Reichsstadt Augsbu rg. Auch Alexander« wardFriede geboten; aber er verschmähte denselben. Sein Heer zogsich nach Schlesien, und ging im Februar des folgenden JahreSnach Rußland zurück.

Nicht bloß der Länderverlust, sondern weit mehr die mora«tische Wirkung so unerhört schnellen Falles und die völlige Um-kehr aller Verhältnisse in Tentschland machten den Friedenvon Presburg niederdrückend für Oestreich und für Europa.Südteutschland, sonst gewöhnt von Oestreich daS Gesetz zuempfangen, war jetzt Vasallenrcich des Franken geworden; dieteutsche Kaiserwürde hatte keine Bedeutung mehr. DaS ganzeStaatensystem von Europa war zertrümmert.

Folgen des Friedens. Indirektes Reich. Vollendung der Napolcon'schcnDespotie. System der PrSponderanz.

Noch von Schönbrunn aus (27. Dez ) erging die Kriegs-erklärung gegen Neapel, welches wenige Tage der Schlachtbei Austerliz ein daselbst landendes russisch-englisches Heer,dem kurz zuvor geschlossenen NeutralitätStraktat zum Hohn, mitFreundschaft aufgenommen halte. „Das königlich« Haus vondkapel hat aufgehört zu regieren I" — also donirevte Napoleons