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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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Eine fast viermonatliche Waffeiwuhe folgt« a»f.diese Schlacht,und verkündete die Erschöpfnng beiher Heere. Dock gingen in-zwischen die Belagerungen der Oder- und Weichsel-Festun-gen fort. Dort.— in Schlesien r-n- kapitulirten Neisse (1807,1. Juni), auch Kofel und Glaz. An der Weichsel, erlagDanzig, nach ruhmvoller Vertheidigung, der überlegenen undwohlgeführten Macht des Marschalls Lefebre (24. Mai).

In Preußisch-Pommern behauptete sich das starke Col-berg. Schwedisch-Pommern dagegen gerieth nebst der In-sel Rügen in französische Gewalt, nachdem schon der Friede mitRußland und Preußen geschloffen war (Aug. und Sept.).

Diesen Frieden hatte endlich ein neuer Sieg Bonaparte'serwirkt. Die überlegüns Kriegskunst Napoleon's erfocht, amJahrestag der Schlacht von Marengo, bei Friedland (14.Juni) einen großen, wiewohl theuer bezahlten Sieg. Die Ein-nähn,e Königsbergs durch die Franken (15. Juni), .der Rück-zug der Muffen an den Riemen, waren die nächsten Folgen d«rSchlacht. Aber, erschüttert durch ihre Schrecken, begehrte Ale-xander Waffenstillstand und Frieden. Napoleon, welcher amfünften Tage nach der Schlacht in Tilsit eingezogen, bewilligteBeides nach einigen mündlichen Besprechungen mit RußlandsKaiser und Preußens gebeugtem König, zuerst auf dem Riemenund die folgenden Male in Tilsit. Doch nur mit Rußlandward eigentlich unterhandelt; das wehrlose Preußen empfingdas Gesetz des Siegers. Also ward in kurzer Frist der Frie-densschluß mit Rußland (7. Juli), und zwei Tage darauf auchj'ner mit Preußen (9. Juli) unterzeichnet.

Rußland selbst blieb unangetastet, im unverminderten Be-sitz seiner unermeßlichen Länder; ja es ward vergrößert noch durchden fast vierthalbhunderttausend Menschen enthaltende» Kreis vonBialn stock in Preußisch-Polen. Aber es bewilligte die Her-absetzung Preußens zu einer unbedeutenden Macht, zu einemVasallenstaat Frankreichs; es bewilligte die Errichtung eines Her-zog thnmS Warschau, dessen Daseyn, dessen Name schon dierussische Herrschaft über Polen gefährdete; es erkannte die Trü-ber Napoleon's als Könige von Neapel und Holland an, auchden dritten Bruder als König von Westphalen, nicht minder