Warschau und btS jenseits der Weichst!. In Warschau warMnrat schon am End« November- (28.) eingezogen; bald, alS 'die russische Macht zur Rettung heranzog> kam Napoleonselbst dahin (19. Dez.), den neuen, schweren Feldzug von hier 'aus zu ordnen. >
Benn i gs< n und, ihm nachrückend, Kamenskoy und B u x-hövden führten zahlreiche Heere in den bereits den eigenenGrenzen drohenden Kampf; während ei» Aufgebot von 600,000Mann Landmiliz die Unermeßlichkeit der Vertheidigungskräfte >Rußlands verkündete. Aber auch Napoleon rief frische Schna-rrn von Konskribirten aus Frankreich, Teutschland undItalien herbei.
Blutige Schlachten, doch ohne Entscheidung, folgten. Vonder Nacht des 23. Dezembers an, bis in jene des 26., wurde !an der Narew, besonder- schrecklich bei Pultusk, gestritten.Beide Theile schrieben den Sieg sich zu. Bonaparte indessen be-hauptete sich an der Weichsel, daS russisch-preußischeHeer zog gegen den Riemen.
Inzwischen ginge» in Schlesien Glogan, Bresla»,Brieg und das starke Schweidnitz an die Franzosen über (Dez.1806, Jan. und Febr. 1807).
Hierdurch ward Napolson's Rücken gedeckt. Der Friedemit Sachsen befestigte seine Sicherheit. Vermöge dieses Frie-dens (1806, 12. Dez.) gesellte der Kurfürst, jetzt mit königli-chein Range bekleidet, dem Rheinbund sich bei. Der neueKönig versprach 20,000 Mann (im bevorstehenden Feldzug jedochnur 6000) zum Bundesheer zu stellen, und erhielt den Kotb ris-se r Kreis zugesichert gegen einige Abtretungen in. Thüringen.Auch die herzoglich sächsischen Häuser (15. Dez.) und einigeandere traten zum Rheinbund.
Auf dem Hauptkriegsschauplatz erneuerte sich noch währenddes Winters der Riesenkampf. I» der Mitte Jänners schon kehrteBennigsen zur Offensive zurück. Endlich ward bei preußischEylau (1807, 7. und 8. Febr.) eine zweitägige Schlacht ge-schlagen, worin 30,000 Streiter fielen, 50,000 verwundet wur-den, und nach welcher beide Theile des Sieges sich rühmten undbeide sich zurückzogen.