chchte Versöhnung. Sie legten die Waffen nieder. Freiheit undGleichheit wurden neuerdings zugesichert (1802 Mai). Ader plötz-lieh ergriffen die republikanischen Soldaten den edlen Toussaint,und warfen ihn in Fesseln. Er ward nach Frankreich abge-führt li4. Juni), und starb in den Kerkern des Fort Joux beiBesang on (1803, 5. Apr.).
Die Neger, durch solchen Verrath ergrimmt, griffen vonneuem zu den Waffen. Dessalines und Christoph führtensie an. Ein Krieg, gegenseitig mit der Wuth der Irokesen ge-führt, bedeckte die Insel mit Schutt und Leichen. Binnen 3Mo-naten fraßen Schwert und gelbes Fieber an 20,000.Streiter.Der Wiederausbruch des Kriegs gegen England zernichtete dieletzte'Hoffnung. Also schloßen zu Cap Franxais die Trümmerdes französischen Heeres eine Kapitulation mit Dessalines überdie Räumung der Insel, und ergaben sich hierauf an ein engli-,sches Geschwader als kriegsgefangen. Nur im spanischen Antheilward noch die Stadt St. Domiugo von dem General Fer»rand mühsam behauptet.
Jetzt ward Dessa l ine s von den Negerhäuptern zum lebens-länglichen Statthalter von Hayki — Domingo's alt- indischerName — erklärt (1804, 1 . Jan.). Seine Erhebung bezeichneteer durch ein allgemeines Morden der Weißen. Bald daraufließ er sich — Bona parke'» nachäffend — zum Kaiser vonHayti unter dem Namen Jakob l. ausrufen, und verkündeteeine neue Verfassung (20. Mai 1803).
Aber bald fiel Dessalines in einem Aufstand der Seinigen(16. Okt.), worauf Christoph als „Präsident von Hayti"die Zügel ergriff, und sofort die Häfen seiner Insel dem Handelder Neutralen öffnete.
Gegen dieses neue Haupt erhob sich der Mulatte Petion,und setzte sich in einem blutigen Krieg, zu Port au Princefest, während Christoph zu Cap Franyais herrschte (1806,1807). Indessen ward die Stadt Domingv durch die Eng-länder erobert (1309). Dieselben brachten jetzt auch Marti-nique und Guadeloupe in ihre Gewalt. Die französischeHerrschaft hörte völlig auf in Westindien.
Also ward Domingv getheilt, in zwei Reiche. Das eine,