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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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Provinzen, alle Mönchs - und Bettelorden in ganz Spanien auf-gehoben (180S, 18. Aug.). Das Vermögen der Klöster wardeingezogen für Staatszwecke. Strenge Dekrete ergingen jetzt ge-gen die Vater, deren Söhne in den Heeren der Junta dienten;schwere Geldbußen oder Gefangenschaft, auch Vermögenseinziehung,ward ausgesprochen wider sie und ihre Kinder.

Auch im Jahre 1811 behaupteten die französischen WaffendaS Uebergewicht, trotz aller Anstrengungen der Spanier, und ein-zelner Unfälle. Der Marschall Suchet zumal errang glänzendeTriumphe. Napoleon, die Thaten Suchet's würdigend, er-nannte ihn zum Herzog von Albufera.

Bei so vielem Unglück jedoch sank der Muth der Spaniernicht. Kühner als je erhoben sich die Guerilla's; auch gaben ver-schiedene Erfolge einigen Trost.

Cadip indessen hielt standhaft eine langwierige Belagerungaus. Zwar mißlang ein Versuch der Dritten, durch eine Lan-dung bei Algesiras die bedrängte Stadt zu entsetzen; dennochergab sie sich nicht.

Vierte Periode. Die außerordentlichen Cortes. Die neue Verfassung.

Siege Wellington's.

Eine glücklichere Periode für Spanien begann mit dem Aus-bruche des russischen Krieges ( 1812 ). Mehrere Streitmassender Franzosen zogen nach Norden; die Verstärkungen blieben aus.Zudem, was noch wichtiger war, hatte die innere Lage d«SReiches sich wesentlich verändert.

Schon am Ende des Jahres 1809 war, besonders durch Ro-ma na's Bemühungen, ein Beschluß der obersten Junta zu Standegekommen, wonach mit dem ersten Tage des nächstfolgenden Jah-res die Cortes des Reiches sich versammeln sollten. Ein sehrheilsamer und nothwendiger Beschluß, da die Junta selbst durchSchwäche, Wankelmut!) und ängstliche Selbstsucht der meistenihrer Glieder in Verachtung gesunken war.

Die Wahl der Cortes, deren Versammlung auf den 10.März 1810 verschoben ward, fand jetzt in fast allen Prooinzendes Reiches, trotz der französischen Besetzung, Statt. Auf je