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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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Der tapfere Soult, mit 50,000 Mann, ward von Napoleonnach den, Norden gerufen (1813, März); nach ihm übernahmMarschall Jourdan den Stab wieder. Der alte Unstern warmit ihm. Die meisten Küstenländer hatten die Franzosen bereitsverloren. Bald verließen sie auch Madrid, immer näher dernördlichen Grenze rückend. Da ward bei Bitt oria die großeSchlacht geschlagen (1813, 21. Juni), welche Joseph'S unglück-liche Herrschaft endete. Wellington, Hill und Graham,vereint mit mehreren spanischen Generalen, zertrümmerten inder Schlacht und nach derselben das französische Hauptheer. DieFlüchtigen eilten gegen Pampe lvna, wurden auch hier geschla-gen, und kamen durch die Thäler von Roncevaux blutend undmuthlos auf französischein Boden an. König Joseph sah Spa-nien nicht wieder.

Jetzt sandte Napoleon von neuem den Marschall Soultmit 30,000 Mann frischer Truppen zum spanischen Heere. Aberin einer dreitägigen Schlacht, von den Pyrenäen benannt, be-siegte ihn Wellington (28. — 30. Juli), worauf nach hart-näckiger Gegenwehr St. Sebastian und Pampelona fielen.(9. Sept. und 31. Okt.).

Amerikanische Geschichten. Insbesondere von Nordamerika.

Der Einfall Napoleon's in Spanien, wiewohl dergestaltMists vollständigste vereitelt, hatte dennoch unermeßliche und un-vertilgbare Folgen erzeugt, theils für das Mutterland selbst, undtheils für dessen weite Kolonien in Amerika. Das spanischeVolk ward in der Schule der Leiden und der Gefahr zu denMännlichen Tugenden herangezogen, welche die erste Bedingungder Freiheit sind. Die bewunderungswürdige Erhebung, welchedas autokratische Joch zerbrach, und Spanien fast urplötzlich einerepräsentative Verfassung schenkte, war davon die erste verhäng-»ißreiche Frucht, welche zwar noch vor erlangter Reife gewaltsamZerstört ward, aber jedenfalls Saamen zurückließ für eine früheroder später wiederkehrende Entwickelung.

In Ameri/a ward schon durch die merkwürdige Flucht desPrinzen Regenten von Portugal nach Brasilien (1807, Nvv.)

Rotteck, II. Weltg. lV. 15