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der Anstoß zu höherer Kraftentfaltung in der neu»» Welt gege-ben. Auch ist sie der entferntere Anlaß zur nachmaligen Tren-nung Brasiliens von Portugal und zur Erhebung des er-sten zum eigenen, se lbstständig en Kaiserthum geworden. Un-mittelbarer noch wirkte Napoleon's Krieg wider die Halbinselauf die Befreiung des spanische» Amerika.
Zwar schon vor diesem Schlage waren einige FreiheitSfunkenin Sudamerika entglommen. Ermuntert durch England, hatteBuenos-Ayres im Jahre 1806 daS spanische Joch abgeworfen,und sich für unabhängig erklärt. Doch ward bald die Herrschaftdes Mutterlandes, wenigstens dem Namen nach, wieder herge-stellt. Auch in Carraccas und in Venezuela hatten fast gleich-zeitig, wie in Buenos-Ahres, Versuche der Befreiung stattgefunden, jedoch ohne Erfolg.
Aber die spanische Thron Umwälzung gab den Freihei'ts-ideen, welche die französische Revolution über die ganze denkendeWelt verbreitet hatte, einen höher» Schwung. Die neue, Napo«leon'sche oder franz ösischeHerrschaftward gehaßt. Man war ge-wöhnt, die span ische Regierung als Herrin des Landes und des Vol-kes zu verehren, und hing ihr maschinenmäßig an. Die neue Herr-schaft, wiewohl die Gewaltsträger deS spanischen Königs meist beflissenihr huldigten, erschien dem durch Pfaffen bearbeiteten Volkein Gräuel. Aber auf der ander» Seite verlor auch die legitimespanische Autorität ihre Stärke, durch die Siege Napoleon's. Esbegänne» allmählig in Carraccas, Santa Fä de Bogotaund in allen beträchtlichen Städten der weiten Terra Firma(von jetzt an Columbia genannt), auch in Carthagena undQuito, nicht minder in St. Jago de Chili, in Buenos-Ahres, in Mexiko jene verhängnißreicheu Bewegungen, welcheanfangs bloß Vertheidigung gegen näher liegende Gefahr, baldaber die völlige Losreißung vom Mutterland, und die Eroberungder Selbstständigkeit, d. h. die Wiederherstellung des allzulangin Amerika verhöhnten Menschenrechtes, zum Zwecke hatten.
Wir wenden uns nach Nordamerika. Seit dem Friedenvon 1783, welcher die Unabhängigkeit Nordamerika's aus-sprach, bis auf die Zeiten des heiligen Bundes, also in einemeinzigen Menschenalter, hat die Bevölkerung dieser glücklichen