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und Eßlingcn, und bot die Schlacht an (21. Mai). Der Erz-herzog stürzte über ihn mit seinem von Zorn glühenden, durch denAnblick der Kaiferstadt begeisterten Heer, und erfocht den herr-lichsten Triumph. Schon am ersten Tage ward Aspern erstürmt.In der Nacht aber ließ der Erzherzog Holzmassen und brennendeFahrzeuge den Strom hinab gegen die Brücken schwimmen, wo-durch diese zerstört wurden. Des andern Tages erneuerte sich diegräßliche Schlacht (23. Mai). Abgeschnitten vom rechten Ufer,stritten die Franzosen mit Verzweiflung, die Oest reicher mitSiegesahnung. Nach der hartnäckigsten Gegenwehr zog das fran-zösische Heer blutend auf die Insel Lob au, die nächst am linkenDonauufer gelegene, zurück. Aber 11,000 Todte ließ es auf demSchlachtfeld zurück, 30,000 wurden verwundet. Napoleon'sschwere Reiterei war fast vernichtet. Der tapfere Marschall Lan-nes, Herzog von Montebello, mit andern ausgezeichnetenGeneralen, fand den Tod. Schrecken fuhr durch das ganze Heer.
Also vernahm die Welt mit freudigem Erstaunen, Napoleonkönne geschlagen werden. Aber der glänzende Sieg hatte dieihm entsprechenden Folgen nicht. Es erfolgte (auch der Oest-reich er Wunden bluteten, und man erwog die ungeheure Gefahrdes Spieles) eine sechswöchige Waffenruhe, während welcher dasitalische Heer mit den Schaaren Napoleon's sich vereinte,und dieser die Anstalten zum nochmaligen und unwiderstehlichenAngriff traf.
Bevor derselbe statt fand, gewann der Viceköm'g gegen denErzh. Johann bei Raab eine blutige Schlacht (14. Juni), baldauch die Festung (22. Juni). Auch Johann zog auf das linkeDonauufer zurück.
Mit gesammelten Streitmassen, 150,000 Mann stark, und mit600 Kanonen, ging endlich Napoleon denselben verhängnißvol-len Weg, wie früher, über den großen Strom (4. Juli). Jedemögliche Vorsicht, sammt der überlegenen Kraft, verbürgte den Sieg.Dennoch kostete es einen zweitägigen, schrecklichen Kampf, biser erstritten war (5. 6. Juli). Die Riesenschlacht, man nennt sievon Wagram, ging verloren für Oestreich. Doch hatte das sie-gende Heer an Todten und Verwundeten mehr, als das besiegte,und an Gefangenen fast gleichviel eingebüßt.