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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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Veränderungen, und trat ohn« Vorbehalt dein Kontinental»system bei.

Nebenpartien des Kriegs. Russische und Schwedische Geschichten.

Der Erzh. Ferdinand, welcher am Anfang des Feldzugsaus Gallizien in'S Herzogthmn Warschau eingerückt war(15. Apr.), drang bis zur Hauptstadt Warschau, und besetzte sievermög einer Kapitulation (21. Apr.), gemäß welcher die Polensich über die Weichsel zurückzogen. Aber der Fürst Ponia-towskv, welcher dieselben führte, rückte, während die Oestrei-chs r am linken Ufer der Weichsel hinabzogen, an derselbenrechtem Ufer hinauf, in mehreren Gefechten siegreich, und baldden Fuß auf den Boden Galliziens setzend. Die Einwohnerstanden auf, so wie die Tyroler gleichzeitig wider die Baiern,also sie wider Oestreich. Hierdurch ward Poniatowskystark. Lublin, Sendomir, das feste Zamosk, Jaroslawund selbst Lemberg wurden erobert. Jetzt eilte der ErzherzogGallizien zu Hilfe, in welches nun auch die Russen, demBunde mit Frankreich gemäß, den Einbruch gethan (3. Juni).Erstaunt und bedenklich sahen Russen und Polen, durch denunnatürlichen Bund jetzt Streitgenossen, sich gegenseitig an, nachihrer Herzensstimmung eher Feinde als Freunde.. Darauswohl mehr als auS Schonung gegen Oestreich erklärt sich dieläßige Kriegsführung der Russen. Der Erzh. Ferdinand, nachwechselnden Kriegsvorfällen, zog sich endlich nach Krakau zu-rück, übergab auch diese Stadt durch Kapitulation an die Po-len (14. 15. Juli), und lenkte den Schritt nach Mähren. DieNachricht des Waffenstillstandes von Znaym endete auchden polnischen Krieg.

Minder bedeutend nach Mitteln und Erfolg, wiewohl nachPlan und Aussichten weiter reichend, war der Krieg in Sach-sen und Nordteutschland. Nur geringe Kräfte konnte Oest-reich auf diese Seite wenden, und seine wiederholten Züge unterAm Ende nach Dresden, so wie jene unter Radiwojewichnach Franken (Bamberg, Baireuth und Nürnberg), warentheils bloße Demonstrationen, theils Versuche zur Volks auf-