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söhnt mit ihren Gegnern. Auch fehlte eS nicht an Staatsrednernund Schriftstellern, welche die merkwürdige Vermählung als dieBürgschaft des Heiles der Welt, als den Anfang eines goldenenZeitalters priesen.
Ader nachdem das Glück für sein'undankbares SchooßkindAlles gethan, nachdem eine Fülle von Herrlichkeit und Macht,wie früher noch keinem Sterblichen, dem korsischen Kriegs-Meister geworden, zertrümmerte er muthwillig durch Unersätt-lichkeit den Riesenbau seiner Größe.
Noch während des Oestreichischen Krieges hatte er dasweltliche Reich des Papstes auf die gewaltthätigste Weise zer-nichtet. Die französischen Truppen, unter Miollis, beseytenRom (l808, 2. Febr.), und verfuhren daselbst mit der unan-ständigsten Willkür. Bald erfolgte der Beschluß (2. April), daßUrbino, Ancona, Macerata und Camerino dem König-reich Italien einverleibt sehen, „weil der Vortheil des gro-ßen Reiches die unmittelbare Verbindung zwischen Neapel undOberitalien heische, und weil die Schenkung Kar ls des Großen,Napoleon's Vorführers, nur zum Nutzen der Christenheit, nichtzu jenem ihrer Feinde geschehen sey." Und endlich erging vonSchönbrunn aus, vier Tage vor der Schlacht von Aspernerlassen (17. Mai 1809), das kaiserliche Dekret, welches den ge-kämmten noch übrigen Kirchenstaat dem französischen Reicheeinverleibte. Rom sollte die zweite Stadt des Reiches heißen.Uebriqens wurde dem Papst ein ansehnlicher Gehalt und die Wahlder Residenz als Kirchen-Haupt in Paris oder in Rom an-geboten. Er aber, standhaft und unerschrocken, verwarf jedenVergleich.
Schon gegen die Besetzung Roms und den Raub Anco-na's hatte der heilige Vater die feierlichsten Protestationei! er-lassen, laut erklärend, daß kein Krieg mit Frankreich bestehe, unddaß nur bare Gewahlthat ihn erdrücke. Jetzt, als das Aeußerstegeschehen, sprach er den Bannfluch auS gegen Alle, die solcheGewalt verübt, dann gegen Napoleon selbst, und endlich ge-gen Alle, die sich der Bekanntmachung dieses Fluchs widersetzenwürden (is>. n 12 . Juni). Auch wurden diese Bullen durch denEifer der päpstlichen Getreuen bekannt, so viele Mühe und Ge-