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Beitritt der Rbeinbnndcöfnrste» zur großen Allianz. Weitere Kriegs-Begebenheiten. Friedens- Verhandlungen.
Der Vertrag von Ried äußerte sofort seine mächtige Wir-kung auf den Gang der EUkgniffe. Zwar verkündete er aller-nächst bloß, was nicht mehr zu verhehlen war, daß der Rhein-bund erloschen se»; aber er befestigte gleichwohl daS Hauptprin-zip desselben, die Souverainetät der Fürsten, welche jetzt, da-der despotische Protektor wegfiel, noch größere Bedeutung erhielt,denn es ward Däiern durch den Nieder Vertrag sein vermin-derter Besitzstand mit voller und unbeschränkter Herrlichkeit ver-sichert, daher auch eine vollständige Entschädigung für allejene Abtretungen verheißen, welche etwa zur Herstellung einerguten militärischen Grenze für beide Staaten vonnöthen wären.Nur der Beitritt zur Allianz« gegen Napoleon ward gefordert undbewilligt. Wie mochte man nun anderen RheinbundeSfürsten ver-weigern, was Baiern, welches früher die schwersten Schläge aufOestreich gethan, war gewährt worden? — Die fortdauernde Zer-stückelung Teutschlands in eine Summe souverainer Staaten wardsonach zum vorhinein ausgesprochen, und die Möglichkeit derWiederherstellung eines teutschen Reiches oder der Natio-naleinheit aufgehoben.
Dem Beispiele Baiern'S folgten jetzt ungesäumt Würtem-berg, Weimar, Darmstadt, Baden (Nov.) und die übri-gen Rheinbundesglieder, so viele derselben man in die großeKriegsgeftllschaft aufzunehmen für gut fand. Die meisten ver-standen sich dabei in geheimen Artikeln zu allen den Abtretungen,welche die künftige Verfassung Teutschlands oder seine Kraft undUnabhängigkeit fordern würden. Einige jedoch blieben ausge-schlossen. Natürlich war es, daß das Königreich Wesipha-len und das Großherzvgthum Berg, die da französische Herrenhatten, als aufgelöst erklärt wurden, da Preußen, Hanno-ver, Braunschwelg und Hessenkassel sofort die ihnen ent-rissenen Länder zurücknahmen, und bloß bei teutschen Fürstender Besitzstand geehrt ward. Der Großherzog von Frankfurt,da er nicht Erb fürst war, konnte gleichfalls keine Erhaltungansprechen. Der König von Sachsen aber wurde das Opferbloß der politischen Konvenienz. Er ward, als er nach der