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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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überschwemmt, an deren Verhandlung die kostbare, den Interessendes Welttheils und der Menschheit ungehörige Zeit verschwendet ward.

Hierdurch ging aber Zeit und Arbeitslust verloren sür wich-tige Dinge. Für die wahrhaft großen Interessen der Völker ge-schah soviel als nichts. Hierfür ist der Kongreß der Mensch-heit verantwortlich.

Endlich aber waren unter den gefaßten Beschlüssen viele di-rekt widerstreitend den lebhaft gefühlten Bedürfnissen und sonnen-klaren Rechtsansprüchen der Völker, viele von ganz offenbarerGemeinschädlichkeit oder Gefahr.

Die nachstehende Uebersicht der Kongreßbischlüsse wird diesestadelnde Urtheil rechtfertigen.

Gleich anfangs wurden die Berathungsgegenstände unterschie-den in europäische Angelegenheiten und i» teutsche. Die er-sten waren der Entscheidluig der acht Mächte, welche den PariserFrieden unterzeichnet hatten, anheimgestellt. Die teutsche» An-gelegenheiten leiteten anfangs bloß die Bevollmächtigten vonOestreich, Preußen, Baiern, Hannover und Würtem-herg, welchen jedoch später die sämmtlichen Mitglieder des zuerrichtenden teutschen Staatenbundeö beigesellt wurden.

Unter den europäischen Angelegenheiten war die erste dieBefriedigung der Hauptmächte, welche durch ihre großen Anstren-gungen Napoleon's Weltthron umgestürzt. Rußland zuvörderst,welches nicht für Europa, sondern nur für sich selbst den Krieggeführt, und welchem im Krieg wider Napoleon die Hilfe Euro-xa's wohl noch ersprießlicher alS diesem die Hilfe jenes gewesen,ward der zum roraus geforderte Lohn, Polen, zugesagt. DenRussischen Riesen ließ man also über die Weichsel schreiten,und gab ihmPreußens und Oestrei chs Seiten, also das Herzvon Europa, preis, wahrend man gegen Frankreich ängstlichmit Bollwerken sich umgab, und überall nur der vergangenenGefahren, deren Erinnerung gespensterartig schreckte, nirgends aberder zukünftigen gedachte.

DaS billige Begehren Preußens (welches wohl mehr alsRußland zur Weltbefreinng beigetragen), wieder hergestellt zuwerden in seine vorige Macht, fand in Rußlands Vergrößerungein höchst beklagenswerthes Hinderniß. Für den Verlust seiner