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men Niederwerfung vor höheren Mächten über die Völker de-Welttheils. Das religiöse Gefühl fand sich mächtig angeregtdurch die unerhörten Schicksalsschläge: der Menge erschien waSgeschehen als Gottesgericht; und vom philosophischen nicht minderals vom andächtigen Standpunkte erkannten Unzählige in denLeiden, welche seither über die Volker und ihre Häupter ergangen,die natürliche oder auch die von Gott verhängte Bestrafung dervon denselben begangenen politischen oder moralischen Sünden.Jetzt aber sey die Erkenntniß und Besserung, somit die Versöhnnung, eingetreten, die Möglichkeit einer glücklichen Zukunft bereitet.
Dieser Gemüthsstimmung so wie diesen Hoffnungen entsprachdie „heilige Allianz," das, kurz vor dem zweiten PariserFrieden von den noch in der Hauptstadt Frankreichs weilendenBeherrschern Rußlands, Oestreichs und Preußens persön-lich geschlossene und bald nachher durch den Beitritt fast allereuropäischen Herrscher und selbst republikanischen Regierungenverstärkte, Bünduiß, welches die „Vorschriften der Gerechtigkeit,der christlichen Liebe und des Friedens" als Prinzip alles Han-delns der Verbundenen aufstellt, ihren Völkern eine „väterliche"Verwaltung verheißt, eine unzertrennliche Brüderschaft und einewechselseitige Hilfeleistung für alle Fälle festsetzt undalleBekenner des christlichen Glaubens als eine unter dem allei-nigen höchsten Souverain, Jesus Christus, vereinte Nation er-kennt.
Welch' ein Umschwung der Dinge! welch' ein erhebendes Zei-chen der Zeit! — Die drei Mächte, welche sich noch im I. 1795zur letzten Theilung PolenS vereinigt hatten, schließen jetzteinen Bund der Gerechtigkeit und der Liebe; die drei gewal-tigsten Selbstherrscher legen daS Gelübde einer väterlichenRegierung ab, und anerkennen feierlich die Verbrüderung allerMenschen; die drei größten Militär-Mächte vereinigen sich zurErhaltung des Friedens... . Geheilt ist jetzt das der Revo-lution vorangegangene Verderbniß der Politik, aufgehoben derbisher trostlose Zustand des öffentlichen Rechts; anstatt der Selbst-sucht, Gewaltthätigkeit und Hinterlist, führen fortan Religion,Recht und Tugend den Stab.
Also erklangen die tausendstimmig lobpreisenden Urtheile über