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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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entschlossen sah, den Herzog v. Wellington nach Petersburg,um sich über gemeinsam zu treffende Maßregel» zum Zweckder Pacifikation Griechenlands mit der russischen Regierung zuverständigen. Es kam dort das Protokoll vom 14. April 1826zu Stande, welchem das Jahr darauf (6. Juli 1827) der'Traktatvon London folgte. An dem letzten nahm auch FrankreichTheil. Die drei interoenirenden Mächte vereinigten sich dahin, inGüte oder mit Gewalt den Sultan zu vermögen, daß er Grie-chenland (dessen Grenzbestimmung einstweilen noch ausgesetzt blieb)wenigstens als halbsou ve ra ine n Staat erkenne; die Ober-herrlichkeit, und in deren Folge, ein jährlicher Tribut und an-dere Hoheitsrechte sollten der Pforte bleiben. Vorläufig sollteein Waffenstillstand beiden Theilen geboten werden.

Aber der Sultan, welchem der englische Gesandte Strat-fort Canning und der (im Februar 1827 nach Konstantinopelgekommene) neue russische Botschafter, Ribaupierrc, endlichauch der französische Gesandte, Guillemlnot, die Genehmigungdes Petersburger Protokolls vorschlugen, wies das Ansinnenmit Stolz zurück; eben so das wiederholte, dringendere Begehren,welches in Folge des Londoner Traktats von den Mächten (auchPreußen und Oestreich thaten es jetzt) an ihn gestellt ward.

Indessen hatte Griechenlands Bedrängniß furchtbar zugenom-men. Ibrahim, nachdem er den Peloponnes verwüstet, zog»ach dem festen Land, und eroberte, nach schrecklichen Kämpfen,die heldenmüthig vertheidigte Feste Missolunghi (22. April1826). Im folgenden Jahr fiel, unter ähnlichen Schrecknissen,die Akropolis von Athen. Zusehens näher rückte das Verder-ben. Selbst zur See, wiewohl der brittische Admiral Cochranesich dem Dienste Griechenlands geweiht (während der BritteChurch die Landmacht befehligte), kehrten die früheren Erfolgenicht wieder. Seeräuberei — wovon die Mächte Anlaß z"harten Verfügungen »ahmen — ward vorherrschender Charakterdes Seekriegs.

Dazu gesellte sich das alte Unheil der einheimischen Partei-ung. Endlich jedoch ward diese für eine Zeit gehoben durch dieErwählung des Grafen Capo d'Jstrias (Joniers von Gebarst