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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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bei Gelegenheit der gegen die Empörer geführten Untersuchung,theils aus vielen andern Anzeichen das in der russischen Nationweit verbreitete Mißvergnügen über Alexanders Regierungssystemerkannt, und war zumal zu der Ueberzeugung gelangt, daß das,selbe, rücksichtlich der griechischen und türkischen Angelegen»heiten ohne die äußerste Gefahr nicht könne beibehalten werden.An die Richtung aber, welche diesem Theile der russischen Poli-tik würde gegeben werden, knüpften sich AuSsichteu von höchst wich-tiger und ganz allgemeiner, europäischer Bedeutung.

Wirklich begann jetzt Rußland in seinen Verhandlungen mitder Pforte in kräftigerem Tone zu sprechen. K. Alexanderhatte, obschon er über mancherlei Bruch der Traktaten sich bekla-gen konnte, und obschon, insbesondere seit dem Aufstand der Grie-chen in der Moldau und Wallachei, das Benehmen der Pforte sofeindselig geworden war, daß der russische Gesandte, Stroga-lt off, sich bewogen fand, Konstantinopel zu verlassen (1821), —ein Schritt, welcher die Griechenfreunde mit den sanguinischstenHoffnungen erfüllte — fortwährend so viele Schonung, Nachgie-bigkeit und Friedensliebe gezeigt, daß der Trotz der Pforte da-durch nothwendig ermuntert ward. An die Stelle des Gesandtenwar ein Geschäftsträger, Minciaky, getreten (1823), und die.Bemühungen, den demüthigenden Frieden zu erhalten, dauerten fort.Jetzt aber verlangte Kaiser Nikolaus kategorisch die Abstellungder Beschwerden, worauf von türkischer Seite einige Willfahrungeintrat, und zu endlicher Ausgleichung eine zu AkjerMalin zuhaltende Konferenz angeordnet ward.

Die daselbst am 25. Sept. 1826 geschlossene Uebereinkunftbeschränkte sich jedoch auf die Erläuterung des früheren Buka-rests- Traktats, sodann auf die Regulirung der Angelegenheitender Moldau und Wallachei, und auch Serviens, endlichauf die den Russen zu gewährende freie Schiffahrt auf dem schwär-zen Meere. Die griechischen Verhältnisse blieben noch un-ausgeglichen.

Zu ihrer, Ausgleichung indessen geschahen jetzt wirksamereSchritte. Die englische Politik, eifersüchtig und wachsam, dul-dete dabei den vorherrschenden Einfluß Rußlands nicht, und essandte daher Canning, als er letzteres zu kräftigerem Einschreiten