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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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bar. Die weiteren Folgen liegen jenseits der Grenze» dieses Ue-berblicks.

Dänemark und Schweden bieten wenig allgemein Inter-essantes dar.

Frankreich. Revolution der Iulios-Tag«.

Wir wenden uns nach Frankreich, dessen glorreiche Um-wälzung in den JuliuS»Tagen 1850 die Schlußscene dieses — auchhier jedoch nur die Hauptmomente auffassenden — UeberblickSbildet.

Am 51. Jänner 1826 wurde die zweite Sitzung der Kam-mern seit Karls X. Regierungsantritt eröffnet. Der omineuseGesetzentwurf über daS Erbrecht, wodurch dem ältesten Sohnder begüterten Familien eine Präzipual-Ouote des elterlichen Nach-lasses zugeschieden, und Substitutionen von neuem erlaubt werdensollten, kündete unverhohlen den Plan der Wiederherstellung derdurch die Revolution gestürzten Aristokratie an. Die Deputirten-kammer, worin die Sklaven des Ministeriums vereint mit denwüthenden Aristokraten die große Mehrzahl bildeten, würde un-weigerlich das Gesetz angenommen habe»; aber die Pairskam«wer verwarf davon wenigstens den ersten und Haupttheil, undärndtete dafür den Dank der Nation.

Doch auch in der Deputirtenkammer erhob sich bereitsgegen Villele einige bedenkliche Opposition. Nicht eben dielinke Seite, welche jetzt kaum mehr als 20 liberale Stimme»zählte, sondern die äußerste Rechte, woselbst gegen 80 Ultras —Labourdonnaye und Hpde de Neuville voran —dem Mi-nister grollten, gab ihm Besorgnisse und dem Lande Hoffnung.Inzwischen endete doch die Sitzung im Ganzen — zumal in derSache des Budgets siegreich für den Minister.

Begünstigt durch den Geist der Deputirtenkammer und deSHofes, erhoben jetzt die brutale Verfinsterungssucht, die aberglänbigeoder heuchlerische Frömmelei und der frechste UltramontaniSinusihr ekelhaftes Haupt. Eine neue Gesellschaft „zur FortpflanzungdeS Glaubens" ward errichtet, jene der Jesuiten stärkte sich zuse,