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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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nuin88 Von nuůͤtzlichen Kuͤnſten.

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272. Einen guten Fuͤrniß zu machen.Man nimmt Terpentin⸗Oel. Drittel.Venediſch Terpentin/ 2. Drittel. GThut beydes in einen Glaß⸗Kolben/ macht hernach Waſſer warm oder heißin einem Keſſel/ haͤlt das Glaß mit dem Terpentin darein/ biß daß es auch er-waͤrmet/ ſchuͤttet es durch einander/ ſo iſt der Fuͤrniß fertig.

So man demnach etwas damit anſtreichen will/ muß mans gar duͤnnauftragen/ es trocknet bald. Auf Holtz muß man ſelbiges zuvor Leimtraͤn-cken/ und alſo den Fuͤrniß erſt darauf/ es trocknet bald.

Nota. Will man dieſen Fuͤrniß ſehr glaͤntzend haben/ ſo muß man nur

mehr Terpentin zu dem Oel thun.

73. Eine Saͤge/ zu machen/ damit man Eyſen

zerſchneiden kan.

Man nimmt einen Kupffer⸗Drath/ ſpannet denſelbigen in einen hoͤltzer-nen Bogen/ der nicht gar zu ſtarck ſeyn ſolle/ ein. Netzt glsdann den Drathmit Eſſig/ und wanner noch naß iſt ſo ſtreuet man gepuͤlverten Schmwergeldarauf/ ſetzt es an das Eyſen/ und ſaͤget alſo damit durch.

74. Helffenbein ſchoͤn weiß zu machen.

Wann man etwan Meſſer⸗ Hefft/ oder andere ſchoͤne Sachen vonHelffenbein und kuͤnſtlicher Arbeit hat/ und ſelbige gelb worden ſeynd/ ſo legtmansin ungeloͤſchten Kalch/ ſchuͤttet ein wenig Waſſer daruͤber/ laͤſts einenTag und eine Nacht alſo liegen/ ſo wird es wieder ſchoͤn weiß.

. Einen guten Glaß⸗Leim zu machen.

Man nimmt Spangruͤn und weiſſen Fuͤrniß/ thut darzu Menig/ zer-reibt alles wol unter einander/ leimts damit/ und waͤrmts ein wenig laͤſſetstrocknen/ es haͤlt veſt/ und kan weder durch Feuer noch Waſſer von einan-der geloͤſet werden.

z6. Ein gutes Saltʒ⸗ Pulver/ ſo Appetit zum Eſſenmacht/ und 2. Jahr lang gur bleibt.

Man nimmt weiß Brod/ brennet ſelbiges auf Kohlen/ legts hernachin Eſſig/ und zerknettet es mit Roßmarin⸗Blumen. Ferner nimmt man

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Kuͤmmel. Naͤgelein.

Zimmet. Mußcat⸗Bluͤhe/ jedes halb ſoGlgant. viel/ als das weiß gebranntePfeffer. Brod gewogen.

Reibet