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Band II.
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20 III. Abschnitt. Begriff und Arten der Preise. I. Preis.

braucht. Wie selten wird es zutreffen, dass gerade derjenige einen Pflugbraucht, der das begehrte Hausgeräth abgeben kann und will. Der Pflug-besitzer wird nun sein Gut ganz gerne gegen Saatkorn austauschen, weilSaatkorn nicht nur viel begehrt ist und allgemein gebraucht wird, sondernauch deshalb, weil es theilbar ist und bei weiterem Umtausch des Gutesgegen das begehrte Hausgeräth vielleicht nicht das ganze für den Pflugempfangene Quantum zu geben braucht, wenn der Tauschwerth des Pflugesein grösserer als der des Hausgeräthes ist. Hier tritt ein Umstand in dieErscheinung, der für uns wichtig ist. Die Tauschoperationen vollziehen sichnicht mehr zwischen den unmittelbar gebrauchten Gütern, zwischen solchenGütern, die unmittelbaren Bedürfnissen genügen sollen, sondern eines der ge-tauschten Güter ist irgend ein Gut von allgemein anerkannter Brauchbarkeitund von solcher Art, dass es oft und von vielen begehrt wird, dass es leichtund ohne Schaden auf längere Zeit aufbewahrt und endlich beliebig getheiltwerden kann.

Solche Güter können wir Umlauf-Güter oder currente Güter (Um-lauf- Waaren, currente Waaren) nennen. Sie bilden gleichsam eine Auswahlaus den früher behandelten Verkehrsgütern. Sie erscheinen hier nicht mehrals Tauschzweck, sondern als Tauschmittel. Nun ist aber offenbar eineRangordnung der Güter bezüglich ihrer Begehrtheit mindestens örtlich leichtfestzustellen, und da erscheint sodann bei irgend einer Tauschoperation derBegeber der örtlich gangbareren Waare als Käufer, der Empfänger der örtlichgangbareren Waare als Verkäufer. Wenn zwei Besitzer von Gütern, die anverschiedenen Orten als currentestes Gut gelten, mit einander tauschen, so istdie Frage, welcher von beiden Käufer und welcher Verkäufer ist, nicht soleicht zu entscheiden. Hier ist nämlich der Ort, wo die Tauschoperation vorsich geht, maassgebend. Das currenteste Gut a des einen Ortes A ist imOrte B sicher nicht currenter als das currenteste Gut b des Ortes B, denndann wäre (wenn beide Güter an beiden Orten bekannt sind) ja eben a undnicht b das currenteste Gut des Ortes B. Vollzieht sich sonach die Tausch-operation im. Orte B, so ist der Begeber des Gutes a Verkäufer, der Be-geber des Gutes b Käufer. Umgekehrt wäre im Orte A der Begeber desGutes a Käufer, jener des Gutes b Verkäufer.

Das Gut a ist in B (wenn überhaupt vorhanden) offenbar minder currentals b. Der Tauschende, der mit diesem in B minder currenten Gute znach A kommt, erscheint dort bei jeder Tauschoperation als Käufer.

Ebenso kann das currenteste Gut des Ortes B, wenn es in A bekanntist oder durch Erkenntniss seines Werthes einen Platz in der Rangordnungder Güter für A gefunden hat, seinen Begeber ganz gut zum Käufer machen,sofern er minder currente Güter dagegen eintauscht.

Nun ist aber offenbar die Rangordnung der Güter bezüglich ihrer Be-gehrtheit eine individuelle Bestimmung, und nur wenige Güter werden all-