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Band II.
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III. Abschnitt. Begriff und Arten der Preise. I. Preis.

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Das Wort „kostbar“ zeigt einen hohen Preis eines Gutes verglichenmit dem Preise anderer Güter an. So sind Diamanten im Allgemeinen„kostbar“, denn ihre Preise stehen hoch im Vergleiche zum Preise derKartoffel, der Milch, des Sehreibpapieres etc. Man sagt, ein Gut sei„theuer“, wenn es, mit Gütern derselben Art verglichen, hoch im Preisesteht. So kann jedes Gut theuer werden durch äussere Umstände. Es kannz. B. plötzliche Einstellung der Zufuhr den Preis eines Eies örtlich undzeitlich von 4 Pfennigen auf 20 Pfennige steigern. Hier ist die Bezeichnungtheuer am Platze. Kostbar kann das theuer gewordene Gut deshalb nochnicht genannt werden, weil ja der hohe Preis nur vorübergehend, auch nurörtlich ist und einem zufälligen Zusammentreffen äusserer Umstände ent-springt. Das Ei würde zu einem kostbaren Gute, wenn die Zahl der Eierlegenden Hühner plötzlich oder langsam, aber für immer auf ein kleinesMaass fiele. Diamanten, als dermalen unstreitig kostbare Dinge, können„theuer“ sein, wenn Steine gleicher Art anderwärts oder auch nur bei anderenVerkäufern desselben Ortes niedriger im Preise stehen.

4. Die Begriffe „Ordinär“ und „Wohlfeil“.

Die Begriffe „Ordinär“ und „Wohlfeil“ sind die Gegensätze der Begriffe„Kostbar“ und „Theuer“. Es ist klar, dass diese vier Begriffe in vier Be-ziehungen zu einander stehen können. Es kann sowohl ein kostbares als einordinäres Gut theuer, aber auch wohlfeil sein.

5. Käufer und Verkäufer.

Bei ganz roher Wirthschaft (also in den ersten Stadien der Entwicklung)werden Tauschoperationen verhältnissmässig selten Vorkommen, weil Jeder-mann das, was er zu seinem Lebensunterhalt braucht, selbst producirt. Mitdem Portschreiten der Wirthschaft werden Tauschoperationen häufiger werden,allein sie werden nur die Befriedigung momentaner Bedürfnisse zum Gegen-stände haben. In diesem Falle erscheinen die Tauschenden beide als Käuferund Verkäufer jeder in doppelter Eigenschaft, je nachdem Bezug auf dasempfangene oder begebene Gut genommen wird.

In höheren Stufen der Wirthschaft, wenn sich bereits ein Hang zurVermögensbildung (Geräthe, Vorräthe) entwickelt hat, wird die Tausch-operation ein Geschäft auf längere Sicht. Es wird nicht mehr damit sein Be-wenden haben, dass die Tauschenden Gegenstände ihres momentanen Be-dürfnisses auswechseln, sondern sie werden auch Gegenstände eintauschen, diesie momentan zwar selbst nicht gebrauchen können, die sie aber spätervielleicht gebrauchen werden, hauptsächlich aber solche Güter, die einen vonVielen anerkannten Werth besitzen, die von Vielen und oft gebraucht werden.So z. B. wird der Besitzer mehrerer Pflüge gern einen Pflug oder auchmehrere abgeben. Ihm fehlt vielleicht ein Hansgeräth, das er nothwendig