III. Abschnitt. Begriff und Arten der Preise. II. Begriff und Wesen. 41
und Maass der einzelnen Güter das allgemeine Gesetz derselben, wonach diese Preis-bildung als ein grosser selbstständiger Lebensprocess den wahren Preis beständig indemselben Grade mehr und mehr zum wirklichen ausbildet, in welchem die besondereArt der Güter aus dem örtlichen Handel und seiner Preisbildung in den Welthandelhineintritt. Und auch dieses Gesetz ist selber nur ein Ausfluss jener Idee der grossenEinheit alles persönlichen Lebens, deren gewaltige Bethätigung die erste Grundlage unddas letzte Ziel der wahren Nationalökonomie ist.“
Es ist wohl kaum nothwendig, zu bemerken, dass der Bestimmung des dem wahrenPreise möglichst nahe kommenden wirklichen Preises eines Weltartikels viele Preis-stellungen vorausgingen, die dem Ideale des wahren Preises durchaus nicht nahe kamen.Die Preisbildung, wie Stein sie in ihrem Werden schildert, ist das Resultat eines oftJahrhunderte dauernden Werdeprocesses. Welche heillose Preisverwirrung würde ent-stehen, könnte man mit einem Schlage in allen Menschen z. B. die Orientirung überdas Eisen löschen, so dass sie gleichsam einem neuen zum ersten Male erblickten Stoffegegenüber ständen. Nur dadurch, dass auf dem Preise von Heute sich der Preis fürMorgen, auf diesem der Preis für Uebermorgen aufbaut, und bei diesem Aufbau allejene Daten naturnothwendig Berücksichtigung finden, welche die modernen Verkehrs-mittel über Art und Maass der Güter und Geldeinheiten liefern, wird die Preisbildungunbewusst immer mehr dem wahren Preise zustreben.
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