Band 
Band II.
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IV. Abschnitt.

Begriff und Arten des Geldes.

I. Geld.

Wir gehen hier auf den Begriff des Geldes nur so weit ein, als es fürdie in Betrachtung stehenden Begriffe der Bealwerthe nöthig erscheint. Eineumfassende Darstellung des Wesens und der Art des Geldes soll in einerbesonderen Schrift geboten werden.

1. Geld als Tauschwerkzeug und Werthmaassstab.

„Bei irgend höher entwickelter Arbeitstheilung würde die Fortdauer desblossen Tauschhandels, also Umsatzes von Gebrauchsobjecten gegen einander,fast unüberwindliche. Schwierigkeit haben. Wie schwer wird es oft fallen,gerade denjenigen Menschen zu finden, welcher unserem Mangel abhelfenkann und zugleich unseres Ueberflusses bedarf! Wie noch viel seltener mages Vorkommen, dass sich Ueberfluss und Mangel in der Quantität genauentsprechen, dass also z. B. der Nagelschmied, welcher eine Kuh eintauschenwill, einen Viehhändler antrifft, welcher, genau so viele Nägel braucht, wieeine Kuh werth ist! Hier wird besonders der Umstand hinderlich, dassviele Güter nicht ohne Verminderung, ja Zerstörung ihres Werthes getheilt,andere wieder nicht ohne grosse Belästigung in bedeutenderem Vorrathe auf-bewahrt werden können. Wie nützlich müsste es darum sein, wenn es eineWaare gäbe, die Jedermann jederzeit angenehm wäre, zumal wenn sie Theil-barkeit, Transportleichtigkeit und Aufbewahrungsfähigkeit damit verbände.Wer von ihr alsdann gehörigen Vorrath besässe, der könnte gewiss sein,alle anderen Tauschgüter damit zu erlangen; jeder Verkäufer könnte zufriedensein, wenn er zunächst gegen die allgemeine Waare vertauschte.

Wenn zwei Werthe einem dritten gleich sind, so sind sie auch untereinander gleich. Es liegt darum nahe, jene currenteste Waare, mit der jedeandere am häufigsten verglichen wird, als Maassstab zur Vergleichung allerübrigen Tausch werthe unter einander zu benutzen.“ (Roscher.)

„Eine solche allgemein beliebte Waare, die eben deshalb zur Ver-mittelung der verschiedenen Tauschoperationen, zur Messung der Tausch-