Band 
Erster Band.
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Einleitung

Ueber den Ursprung und die Fortschritte derFärberei und Kattundruckerei.

■Oct große Urheber der Natur bestimmte und vertheiltedie Farben, die verschiedenen Werke seiner Macht, Weis.heit und Güte, zu unterscheiden und zu zieren; und er be.gabte einige Thiere, und vorzüglich den Menschen, mitEmpfindungen nicht blos für die Verschiedenheit der Far-ben, sondern auch für Schönheit derselben und die Man-nigfaltigkeit ihrer Verbindungen. Diese Empfindungen wa-ren es, welche unser Geschlecht schon im rohcsten Zustandeder Wildheit zur Bewunderung des Farbenreizes und zumVerlangen nach Farbenschmuck, führten. Der nackte Wildeziert seine Haut mit Zeichnung und Farbe; und nähert ersich so weit dem Zustande der Civilisation, daß er Kleiderzu tragen anfangt, und Manufakturen kennen lernt, somuß sein Gewand mit Farben prangen *). Diese Neigung

*) Diese Beobachtung findet man auch bestätigt, im ersten Ka-pitel des --reu Buches von Plinius Naturgeschichte, wo

es heißt: „Equidem et formae gratia ritusque perpetui, incorporibus suis aliquos exterarum gentium uti herbis qui-busdam adverto animum. Illinunt certe aliis aliae faciem inpopulis barbarorum ioeminae, maresque etiam apud Dacossed Sarmatos corpora sua inscribunt. Simile plantagini gla-stum in Gallia vocatur: quo Brittanorum conjuges nurusquetoto corpore oblitae; quibusdam in sacris et nudae ince-dunt, Aethiopum colorem imitantes.”

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