und die rohen Versuche in den frühesten Zeiten gabenunläugbar der Färberei und Kattundruckerei den Ur-sprung.
Es wird in den folgenden Abschnitten gezeigt werden,daß sich die Farbcstoffe in zwei sehr verschiedene Klassentheilen: nemlich in solche, welche keine Bcitze oder ver-mittelnde Substanz erfordern/ um auf andern Körpernbefestigt zu werden, und die ich daher substantive Far-bestoffe genannt habe, und in solche/ deren Dauerhaftig-keit *) hauptsächlich / wo nicht ausschließlich, von der Vcr.mittlung irgend einer Beitze abhängt, und denen ich deß-halb den Namen adjective Farbestoffe beilegte. Da Pig-mente der leztern Klasse die zahlreichsten sind, so könnensie natürlich auch in der größten Mannigfaltigkeit dargestelltwerden; und da man sie anwendete, ohne irgend ein Mit-tel, um sie dauerhaft zu machen (was zahlreiche Versuche,und manches glückliche Lhngcfahr erfordert, um den rech-ten Gebrauch einer Beitze zu erforschen), so können wiepernünftigerwcise schließen, daß die meisten zuerst aufWolle, Leinen oder Baumwolle angewendeten Farben flüch-tig gewesen seyen. Dies mag ohne Zweifel auch von demgelten, was Plinius von den Galliern (Gauls) sagt, daß
*) 3« Ansehung der Wolle ist dies jedoch nicht immer richtig;denn sie ist fähig, einige wenige adjective Farbestoffe an-mächen, z. B. Krapp, Färbe - Labkraut i.gaimm) und Coche-nille , so -war, baß sie davon einigermaßen dauerhafte Farbenunninnnt, ohne B c i h i! i tc irgend einer Beitze. Alleindie aus diese Art hervorgebrachten Farben siiid weit wenigerdauerhaft, und im Giauze weit schwächer, als diejenigen,weiche mit einer schicktichen Beitze ausgefärbt wurden. Lci-ncii aber und Baumwolle betreffend, so bemerkt man an ih-nen keine solche Anstchnngskrast für adjeerive Farbcstoffe;sie sind daher unfähig damit gefärbt zu weiden, ohne Ber-niikttuna einer Beitze.