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Titel „Mariegola dell’ Arte dei Tentori,” wovon im Jahr-510 eine zweite Auflage erschien. Die Mangclhafckgkeitdieses Werkes veranlaßte Johann Veatura Rosetta, Aufse,her im Arsenal zu Venedig, ein weniger unvollkommenesWerk zu bearbeiten. Zu besserer Ausführung seines Unter,nehmens machte derselbe eine Reise in verschiedene Gegen-den von Italien, und in andere Lander, um sich daselbstzu unterrichten. Er gab hierauf im Jahr 1548 eine Samm,lung von Beschreibungen der Operationen in der Färberei,unter dem angenommenen Namen Plictho, heraus. Bi-schofs betrachtet dieses Werk als Grundlage und vorzüg-Uche Ursache vieler nachfolgender Verbesserungen der Kunst*);wahrend Heblot meint, daß es nur wenig Aufklärunggebe.
Ueber die wichtigen Veränderungen und raschen Fort-schritte, durch welche die Farbekunsi sich spater durch dieEntdeckung neuer und vorzüglicher Farbestoffe, so wie neuerBeitzen oder Mordants (vorzüglich der mit Zinn) auezeich-nete, werden im vorliegenden Werke hinreichende Nachrich-ten gegeben, worauf ich vorläufig verweisen muß, um un-nützen Wiederholungen auszuweichen.
Der Titel dieses Werkes war: >, Plictho deir Arte de ten-
fori ehe insegna tenger panni, tele, barbasi e sede si perl'aite magiore, comme per la comimine. Venezia 1548, <ito.;
oder Plierh 0 s Farbekunsi, welche lehrt, Ieuge, Leinwand,Baumwolle und Seide sowohl acht, als auch unächt oderordinär zu färben rc.
Bcrthollet bemerkt, daß in diesem Werke weder der •Cocheuill, noch des Jndigs Erwähnung geschehen; woraus er ifolgert, daß damals in Italien noch keiner von diesen wich-tigen Artikeln in der Färberei angewendet worden sey; eineFolgerung, welche, obgleich blos wahrscheinlich, außerordent-lich zu seyn scheint, wenn man die Thatsachen vergleicht,welche man im vorliegenden Werke (Theil I- Absch. ;. undTheil H. Absch. g.) finden wird.