\ Das erste oder früheste, großentheils auf Färbereil sich beziehende Buch, welches ich in England auffindenkonnte, ist ein kleiner Quarlband, betitelt: „A profitable1 Booke, declaring divers approved remedies to take out> spots and stains, in silkes, velvets, linnen and wollenclothes; with divers colours how to die velvets, andsilkes, linnen, and wollen, fustian, and thread: also to-dress leather and to colour feiles.”
Taken ont of Dutch, and Englished by L. M. Itn-printed at London, by Thomas Purfort, dwelling wit-hin the New Rents in S. Nicholas Shambles 1605.” DieAnweisungen, welche in diesem Werke enthalten sind, be-ziehen sich vorzüglich.auf die Anwendung des Indigs (wel-cher fiora oder floray genannt wird), des Waids, Krapps,Vrasilholzes, des gelben Farbckrauts (weid), Safflvrs,der Gallapfel und Erlenrinde; nur ein oder ein paarmalkömmt auch Kermes und Lack vor, Cochenille aber garnicht- Diese Anweisungen scheinen sich hauptsächlich aufdas Verfahren der Färber in Flandern zu gründen, wo dieKunst damals beträchtliche Fortschritte gemacht hatte; dochwas die schwarze Farbe betrifft, so sind die Vorschriftendazu, wenn ich mich so ausdrücken darf, an Zahl beinaheallen übrigen gleich "). Nach diesem Werk scheint in Eng-
!/) Die ältesten deutschen Schriften über Farbckuust sind:
Allerlei Flecken aus Kleidern zu bringen, rvie Garn undLeinwand, Holz und Bei» mit mancherlei Farben zufärben. Mainz, 154;.
Arts tinctoria fundamentalis, Francfr. >6zZ. Jenae, l6g5.1730.
Georg Ernst Stahl, gründliche Anleitung zur Färbrktlttst.