weise könnte ich hundert Falle anführen; allein ich will michmit der Bemerkung begnügen, daß das stärkste und konzen»trirteste Vitrioiöl (wie es zur Indiz - Auflösung für dasSächsisch. Blau rc. angewendet wird) die blaue Farbe desIudigs nicht zerstört oder schwächt, wahrend die verdünnteSalpetersäure (Scheidewasser) diese Farbe ganz zerstört undden Indiz mit einer schmutzig braunen Masse bedeckt, diezu keinem Zwecke dient.
In der Annahme also, daß Sauren, die Theilchendes Farbestoffes verdünnen; daß Kasten hingegen die nein-lichen Theilchcn verdicken, und sonst weiter nichts thun,als verdicken; daß ferner einerseits der Zusatz eines Kalizu seiner Mischung von Salpetersäure und Wasser die ver-dünnende Kraft dieser Flüssigkeit schwache, und weiter nichtsals schwache; daß anderseits aber eine Beimischung vonDitriolsäure dieselbe verstärke, und sonst nichts thue alsverstärke, versähe sich Delaval zunächst mit Newtonsoben erwähnter Tafel als zu seinem Zwecke dienlich, indemer die in der ersten Ordnung derselben stehenden Farben,und die verschiedenen Dicken von Luft, Wasser und Glas,von welchen, nach Newtons Vermuthung, jede der bei-gesetzten Farben, eine nach der andern, hervorgebrachtwerden, abschrieb. So ausgerüstet schritt er zu Versuchenmit rothen Aufgüssen von gewissen Vegetabilien, und fandim Allgemeinen, daß mit seiner sauren Flüssigkeit die Farberoth blieb, daß bei einem Zusatz von Vitriolöl (das nachseiner Meinung verdünnen sollte) die Farbe sich ins Gelbeänderte, und daß, wenn er, statt des Vitriolöls, ein Kalibeifügte, um zu verdicken, die Flüssigkeit eine Purpur-Farbe annahm. Nun trifft es sich, daß auf NewtonsTafel die Purpurfarbe, obgleich alle übrigen Farben irr mehrals einer Ordnung sich wiederholen, nur einmal angemerkt