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und Verbindung mit einem Antheil des Sauerstoffs derLuft verwandelt sich die Farbe unmittelbarin Blau, wobeidie zertheilten Farbetheilchcn wieder verdichtet werden.Man kann dies unter andern auch daraus wahrneh-men/ daß die Oberflache der grünen Indigauflösrmg,welche mit der Luft in unmittelbarer Berührung steht/ auseben dieser Ursache immer Blau erscheint. Nimmt mandiese blaue Schichte (welche nichts anders als wiederherge-stellter Indig ist) hinweg, und versucht sie zum Farben an-zuwenden, so wird man finden, daß dieser Indig in diePoren der zu färbenden Substanzen nicht einzudringen ver«mag, und daher auch keine haltbare Farbe giebt; weil dieTheilchen, weiche sich mit der angemessenen Menge Sauer,stoff verbunden haben, nicht mehr hinreichend zertheilt undaufgelöst sind; so zwar, daß in allen diesen Fasten die In.digsubstanz dichter, und in ihren Theilchen größer wird,wenn sie von Grün in Blau, welches letztere die brechba-rere Farbe ist, übergeht; und umgekehrt, wenn sie sich vonBlau in das weniger brechbare Grün verwandelt. Dießist auch der Fall, wenn ein Aufguß von Rhabarber, Gilb-Wurzel u. dergl. auf einen Fusatz eines Kali aus dem Gel-ben — wie er sich ausdrückt — ins Orange und Rothherabsteigk; denn Delaval mag sich die Sache vorstellenwie er will, die Kalien lösen diese Pigmente kräftiger auf,als jede Saure.
Aehnliche Einwürfe ergeben sich auch gegen das, wasDelaval in Hinsicht der Veränderungen, welche die Far«ben thierischer Substanzen erleiden, angeführt hat. Erbe«merkt z. D., daß Kuhmilch, mit einem Kali gekocht, ihreweiße Farbe in Gelb, Orange und Roth verändert, unddaß, wie er gewöhnlich nach Willkühr annimmt, diese Far.den-Veränderungen durch eine Verdickung oder Gerin-nung der Milch statt fanden. Waren auch gegen alle Wahr-