Band 
Erster Band.
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scheinlichkeit die Kalien fähig die Milch zu verdichten, sohaben wir doch keine Ursache zu schließen, daß eine solcheGerinnung die Milch gelb/ orange oder roth färbe/ indemdiese Farben in der That nicht zum Vorschein kommen,wenn man Milch durch Sauren u. dergl. zum Gerinnenbringt, um Quarck oder Käse zu bereiten. Doch es wirdnicht nöthig seyn solche Hirngcspinnsie noch langer ernst-haft zu besireiten. Der schlichte Menschenverstand und diealltägliche Erfahrung müssen/ wenn man sie gehörig zuRathe zieht, die Idee, welche die Farben der Körper ausdem Gewichte und der Gestalt der Körpertheilchcn entstehenlaßt, verwerfen; denn noch hat Niemand in Wahrheit dieBeobachtung gemacht, daß die schwersten Körper roch, unddagegen die leichtesten violett gefärbt seyen, oder daß Kör-per von gleichem spezifischem Gewichte gleiche Farbe besäßen.Verschiedene Indig - Stücke z. B. weichen in Hinsicht desspezifischen Gewichts außerordentlich von einander ab/ ohnein Hinsicht der Farben eine Verschiedenheit wahrnehmen zulassen; dieß ist eine Thatsache/ welche nicht blos mit De-lavals Hypothese im Widersprüche steht, sondern es auchleicht macht, zwei Proben von Indiz und derjenigen Co-chenill-Farbe (welche man Karmin nennt), zu finden, diegenau ein gleiches spezefisches Gewicht besitzen, obgleich letz-tere Farbe unter allen von der des Jndigs am entfernte-sten ist; sollte-aber Delaval dagegen sagen, daß diese bei.den Substanzen, ungeachtet sie in Hinsicht ihres spezifischenGewichts übereinstimmen, doch in Hinsicht der Gestalt ihrerrespektive» Thcilchen von einander abweichen, so lasse manihm diesen Unterschied aufheben, durch das einzige Mittel,durch welches dieß geschehen kann, nemlich durch einfachemechanische Zertheilung oder Zermalmung. Laßt ihn die-ses Mittel auf diejenige der zwei genannten Substanzenanwenden, deren Theilchen er sich zu groß denkt, und laßt