sich außerhalb des rothen Strahls noch ein unsichtbarerwärmender Strahl befinde, in welchem das Thermome-ter noch höher steigt, als im rothen; daß auf der entge-gengesezten Seite, ein wenig außerhalb dem Violett, dasThermometer zwar nicht affizirt werde, daß aber daselbstnoch gewiße andere unsichtbare Strahlen seien, wel-che gewiße chemische Wirkungen am kräftigsten hervorbrin-gen, wie z. B. das Schwarzen des frischbereiteten salzsau-ren Silbers. Die gesammelten Strahlen der Sonnethun dieß zwar am schnellsten, aber die abgesonderten Strah-len wirken mit größerer Energie, im Verhältniß als siedem unsichtbaren Strahl auf der violetten Seite am nach«sten sind. Hr. Oavy giebt an, daß das feuchte Hornsil-der (salzsaure Silber) wenn es den verschiedenen Strah-len des prismatischen Farbcnbildes ausgesetzt wird, in denam wenigsten brechbaren Strahlen, welche die größte War-me ohne Licht hervorbringen, keine Veränderung erleide;daß es im rothen Strahl nur sehr schwach gefärbt werde;daß die Wirkung des Schwarzens gegen die Seite des vio-letten Strahls immer mehr zunehme, und daß ein wenigaußerhalb dem Violett, wo weder Licht noch Warme zu be-merken sei, die chemische Wirkung sehr auffallend sich zeige.Diese von Ritter und Wollaston gemachten Beobach-tungen, sagt Davy, beweisen, daß es noch brechbarereStrahlen gebe, als die, welche Licht und Warme verbrei-ten ; auch ergiebt es sich aus Berthollets Beobachtungen,daß salzsaures Gas gebildet werde, wenn Hornsilber imLichte geschwärzt wird, so daß man die Strahlen, welchedieß bewirken, „Hydrogenirende Strahlen" nennen könnte.Ferner bemerkt Davy, daß das fiohbraune Bleioxyd imfeuchten Zustande in den am wenigsten brechbaren Strahlenallmahlig einen Stich ins Rothe annchmen, und zulezkschwarz werde, daß es aber im brechbarsten Strahl nicht
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