liebe, so könnte ich diese Antwort für eine Ausflucht, oderfür eine bloße petitio principii halten. Diese Antwort hatwenigstens die Wirkung einer großen Einschränkung desGrundes unsers Streites, denn ich habe nie bestritten, daßSauerstoff unter Mitwirkung von Licht in einigen Fal-len auf die Art, wie Berthollet vermuthet, d. h. durchVerbindung mit dem Wasserstoff der Pigmente u. s. w- dieFarben angreife. Meine Einwürfe beziehen sich nur auffeine Meinung, daß dieß blos der einzige Weg fei,auf welchem Farben verschießen und verderben; und wennich die ganz entgegengesetzten Wirkungen des Lichts in Be-Ziehung auf Sauerstoff erwäge, welche Berthollet über-sehen zu haben scheint, so ist es mir unmöglich, auf die-sem Einwürfe nicht zu bestehen. Es bleibt uns dahernichts übrig, als die einzelnen Faste, in welchen der Sauer-stoff, unter Mitwirkung von Licht durch feine Verbindungmit dem Wasserstoff der Pigmente, Farben verletzt, zu be.stimmen und zu unterscheiden- Ich werde übrigens michnie überreden lassen, daß diese Pigmente in ihrem natürli-chen Zustande schon schwarze Kohle enthalten, und daßdas Verschießen oder Verderben der Farben von einemstarker» Hervortreten und von einem Uebergewichte derKohle mit ihrer, wie Berthollet vermuthete, im natür-lichen Zustande schon vorhandenen schwarzen Farbe her-rühre.
Nächst diesem wendete sich Berthollet zu meinemEinwurf, daß der Sauerstoff nicht im Allgemeinen Far-benzerstörend, sondern vielmehr zum Bestehen einiger Far-ben 5. B. des Jndigs nothwendig fei. Auf diesen Einwurfantwortete er, „n'est es pas es que l’on a dit ? mais l’ona distinque les cas ou il devient un e'le'ment de la cou-leur, et ceux ou son action devient destructive.’’ Diese
Antwort laßt UNS noch immer die Ueberzeugung von dem