Unterschiede der zahlreichen Pigmente, 'welche Sauerstoffals einen wesentlichen Bestandtheil enthalten und daher ainmeisten geeignet sind, durch Beraubung des Lxygens mehrverlezt zu werden, als durch Vermehrung desselben; nachAnnahme dieses Unterschiedes ist es übrigens noch keinenothwendige Folge, daß die übrigen Farben nicht von Wir-kungen leiden sollen, die von einer Verbrennung sehr ver.schieden find. Hierauf kommt Berthollet zu meinemEinwurf gegen seine Annahme eines Uebermaßes an Kohlebei dem Verderben der Farben, indem manche Körper großeMengen Kohlenstoff enthalten, ohne eine solche Farbe zuzeigen, welche er einem Uebermaß desselben zugeschriebenhat, und indem die Farbe der Kohle selbst nur von einerOxydation ihrer Basis herrührt. Berthollet antwortet,ohne sich auf eine Erörterung meiner Meinung über diesenPunkt einzulassen, also : „il s’agit seulement de savoir,si dans les circonstances, dont il est questi on, le change-ment de couleur n’a pas de l’analogie avec celui quel’on observe lorsque l’on distille une substance vegetale,”
und er scheint irriger Weise zu glauben, ich hatte denfreien Zutritt des Sauerstoffes der Atmosphäre für noth.wendig gehalten, um in diesem Prozeß vegetabilische Sub.stanzen zu bräunen, wo sonst schon Sauerstoff genug vor-handen ist. Er bemerkt sodann, daß ich mich irrte, wennich meinte, seine Annahme sei bloß auf Versuche mit dembraunen Färbestoff der ungebleichten Leinwand gegründet.Doch man wird gesehen haben, daß ich nur erinnerte, dießsei der Gegenstand, worüber vorzüglich die Versuche ge-macht worden sind.
In Beziehung endlich auf meinen Einwurf gegen seineAnnahme, daß die Wirkung der oxydirten Salzsäure aufFarben ein genaues Kennzeichen und ein Maßstab sei, in»die Wirkung der Sonne und der Luft ermessen zu können,