Band 
Erster Band.
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2) Von der Seide.

Die Seide besteht aus den feinen Faden, welche dasGehäuse der Puppe vom Bombyx Mori bilden, eine Raupeoder Phaiena, welche in die dritte Ordnung der Insekten(Lepidoptera) nach Li nne's System gehört. Man hat jbehauptet, daß die Seide ausschließlich nur in China, !his zur Regierung des griechischen Kaisers Iustinian, pro- |duzirt worden sei. Dieß ist aber nicht wahrscheinlich. Pli- jjnius nennt wirklich, nachdem er das von den Scythen be- ;wohnte Land beschrieben hatte, die Serer, als das zuerst }oder zunächst civilisirte Volk jener Gegenden, und er sezt ^hinzu, daß sie wegen der feinen Wolle, welche sie von ih- iren Bäumen bekämen, berühmt seien; von dieser Wolle ,giebt er aber eine so unbestimmte Beschreibung, daß es jzweifelhaft bleibt, ob damit Baumwolle oder Seide gemei- 'net sei *). Im eilften Buche (cax. 22.) hingegen findetsich eine Stelle, die weit weniger zweifelhaft ist; Pliniuserwähnt da einer Art Insekten, die größer als Wespenund Hornisse seien, welche er eben vorher beschrieben hatte;er giebt ihnen den Gattungs - Namen Bombyx und sagt,sie seien in Assyrien zu Hause. Nachdem er manches Fa-belhafte über die Nester und den Honig, den sie nach sei- ;ner Vermuthung wie die Bienen bereiten, mitgetheilt hat,sagt er ferner, daß sie auf verschiedene Art, z. B- ausWürmern mit zwei Fühlhörnern entstehen, welche zu denRaupen (Lrucae) gehören, sich sodann in Schmetterlinge, ;(Eombylii) zulezt aber in lVeoydalos verwandeln, und nach '

„Primi sunt hominum, qui noscantur, Seres, lanicis sylva- 'rurn nohiies, perfusam aqua depectentes frondium cani- |tiem : unde geminus foeminis nostris labor, redordiendi sila |rursunaque extendi. Tam mulsiplici opere, tam longinquo jorbe petitur, ut in publico matrona transluceat.” Lib. VI, !Cap. 17. {