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zu den Pigmenten, was sie ihrer animalischen Natur ver-danken zu müßen scheint. Im Jahr 1709 theilte der erstePräsident der Rechnungskammer zu Montpellier, Hr. Don,der Königl. Societät dieser Stadt eine Entdeckung mit,welche er mit einer neuen Art Seide gemacht hatte, nem-lich mit den sehr feinen Fäden, mit welchen mehrere ArtenSpinnen ihre Eier umwickeln; er fand diese Faden weitstarker als die, welche das Spinnengewebe ausmachen.Sie waren leicht abzusondern, zu kämmen und zu spinnen,und gaben dann einen weit feinern und starker» Faden,als die gewöhnliche Seide; er war aber weniger glänzend.Man fand auch, daß sie eben so leicht verschiedenartig ge-färbt werden können. Drei Unzen dieser neuen Seide ga-ben ein Paar sehr dauerhafte Strümpfe von der größtenGattung; und da die Spinnen sich weit schneller vermeh-ren und mehr aushalten können, als die Seidenwürmer,so war man zu großen Erwartungen von dieser Entdeckungberechtiget. Reaumur nahm daher diese Untersuchung vonNeuem vor, und verfolgte sie mit Eifer. Er fand, daß,wenn man die Spinnen zum Zweck der Seiden. Produktionkünstlich vermehrte, es unmöglich sei, sie hinreichend mitFliegen, als ihrem natürlichen Nahrungsmittel, zu Verse-he». Dieses Hinderniß war jedoch' bald beseitigt, indem erdie Erfahrung machte, daß die Spinnen auch mit zerhacktenErdwürmern und mit den weichen Enden oder Wurzeln derFedern sehr wohl bestehen können. Allein ein neues Hin-derniß entsprang aus ihren ungeselligen Neigungen, unddieß war nicht zu überwinden; denn obschon sie anfänglichruhig beisammen zu leben und gemeinschaftlich an einemGewebe zu arbeiten schienen, so gcrielhen sie doch bald inStreit, und die stärkere fraß die schwächere, so daß vonzwei oder drei hundert Spinnen, die man zusammen in eineBüchse gethan hatte, nach wenigen Tagen nur noch drei
oder