Band 
Erster Band.
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Lernenzeug betrifft, so ist darüber sowohl von ältern alsneuern Schriftstellern so viel geschrieben worden, daß ich

folge richtet. Hierher gehören insbesondere in den Calieo-druckcreicn die Krappfarberei, BIruholzfärberei, Gelbfarberei,so wie vorzüglich auch der Artikel Lapis. Es ist bei der Dar-stellung solcher Fabrikate nicht zureichend, eine blos weiß aus-sehende Waare anzuwenden, sondern sie ninß selbst bis in dasInnerste der Fasern vollkommen gebleicht seyn.

Um diesen Awek hinreichend zu erfüllen, haben wir,außer den sogenannten Kunstblcichen, mit der vxydirtcn Salz-säure, dem oxydirt-salzsauren Kali und Kalk, und der Cbap-kalischcn Dampfbleiche in Deutschland hauptsächlich die Blcich-methode mit kalischen Salzen und dem Auslegen an die Luftim Gange. Um leztere Methode mit Dortheil zu bcrrciben,müßen noch folgende Punkte gut berüksichtiget werden:

O Das Entschlichten der rohen Waare mittelst warmenWassers von einer Temperatur von r; o/o Rcaunmr.b) Das Laugen oder Brühen mittelst schwachen entkohlen-säuerten Kali's (durch Kalk. Aetzlaugc).e) Das schwefelsaure Bad.

Das Entschlichten geschieht ein wie allemal. Bei die-ser Operation bildet sich eine Fermentation, wodurch die Wc-berschlichee zum Theil in der gebildeten essigartigen Saureaufgelöst, und durch die Wegschaffung derselben den Kaliender Eingang in das Innere der Faser erleichtert wird. DieLaugen - Operationen richten sich nach der Feinheit oder Dich-tigkeit der baumwollenen Gewebe, und nach der Jahreszeit.Im Sonnncr pflegt man sie gewöhnlich nur zwei - höchstensdreimal zu laugen, wogegen man im Winter mehrere Laugenzu geben nvrhig hat. Das gehörige Waschen und Walken, sowie die Zeit des Ausliegcns auf dem Bleichplan, wodurchdie Waare der Einwirkung des Lichts und der Luft dargebo-ten wird, hangt in Ansehung der kürzern oder längern Zeitebenfalls von der Qualität der zu bleichenden Gewebe ab.

Das schwefelsaure Bad ist bei einer Drukwaare, welchegefärbt wird, unentbehrlich.