Wolle/ Seide, Baumwolle und des Leinens zu bilden:c.In Hinsichr dieser Verwandtschaften unterscheiden sich dieverschiedenen Pigmente wesentlich von einander, und müßendeswegen auf verschiedene Weise, und mit sehr mannigsal,tigen Mitteln, applicirt werden, um auf andern Körpernbeständige Farben hervorzubringen. Die Farbekunst grün«bet sich auf die Kenntniß der besondern Eigenschaften undVerwandtschaften dieser Stoffe, nicht blos in so fern sie sichauf die zu färbenden Substanzen beziehen, sondern auch i»so fern sie Bezug haben auf die Einwirkungen andererAgentien, auf welche sie wahrend oder nach dem Farbepro.zeffe zu wirken fähig sind. Manche Arten animalischer undvegetabilischer Pigmente erleiden fast gleiche Veränderungendurch die Einwirkung der Sauren, Kalien und andererchemischen Agentien, woraus man schließen kann, daß sieetwas Gemeinschaftliches oder Aehnliches in Hinsichr ihrerZusammensetzung haben. Doch so nützlich es wäre, allge.meine Grundsätze und Schlüsse über diesen Gegenstand fest-zusetzen, so sehr fehlt es uns noch an den dazu nöthigenThatsachen; und es wird daher vorjezt wohl am bestenseyn, erst mehrere Kenntniße zu erwarten, oder vielmehrzu erlangen zu suchen, um nicht in trügliche Vermuthungenund Erklärungen zu verfallen.
Newton hat angenommen, daß gefärbte Substanzendie Lichtstrahlen zurükwerfen, daß einige Körper, die mehr,andere die weniger brechbaren Strahlen am häufigsten re.fiektiren; und dieß war ihm die wahre und einzige Ursachevon den Farben der Körper. Nachher hat aber Delavalbehauptet (im 2ten Bande der memoirs of the Philosophi-cal and Literary Society of Manchester) , daß in den durch«
sichtig gefärbten Substanzen der Farbestoff kein Licht zurük-werfe, und daß diese Substanzen, wenn das Licht aufgc.halten und am Durchgehen gehindert wird, ihre vorige