Farbe nicht in eine andere umändern, sondern durchausschwarz erscheinen; er führt eine beträchtliche Anzahl zefärb«ter Flüßigkeiten an, wovon keine mit Reflektionsvermögenbegabt war, und die bei durchgehendem Lichte mit ihren ei.genthümlichen Farben erschienen, aber, bei einfallendemLichte betrachtet, schwarz aussahen, was auch der Fall beischwarzen Kirschen, schwarzen Johannisbeeren., Brombee,ren u. s. w. ist, indem die Safte derselben roth erscheine»,wenn sie auf weißen Grund gestrichen, oder überhaupt beidurchfallendem, nicht bei einfallendem Lichte betrachtet wer-den, und er schließt daher, daß gebleichte Leinwand, Baum.wolle u. dgl., wenn sie mit vegetabilischen Farben gefärbtoder bemalt werden, in der Art, wie sie auf Lichtstrahlenwirken, von andern frischen vegetabilischen Substanzen nichtverschieden seien, indem beide nur ihre Farben dadurchzeigten, daß das Licht durch den gefärbten Stoff gehe undvom weißen Grunde zurükgeworfen werde; es ergebe sich,sagt er, aus verschiedenen Versuchen, daß kein Bestandtheilder Körper, der weiße ausgenommen, das Vermögen bc.sitze, Strahlen zurükzuwerfen, und daß durchsichtig gefärbteSubstanzen, wenn sie in eine Lage kommen, in welcherdas Durchgehen des Lichtes gehindert wird, keine Farbezeigen, sondern durchaus schwarz erscheinen.
Die Kunst des Färbens besieht also nach Delavalhauptsächlich darin, daß weiße Substanzen, von welchemdas Licht stark zurükgeworfen wird, mit gefärbten dnrchsich«tigen Mitteln bedekt werden, die ihren verschiedenen Far.ben gemäß die Strahlen mehr oder weniger durchlassen vomweißen Grunde, wahrend die durchsichtigen Media selbstkein Licht zurükwerfen; wenn also ihre Farben durch Re-flexivn, anstatt durch Transmission, entstehen, so ist es klar,daß das Weiße oder die Farbe des Grundes, auf welchen