Band 
Erster Band.
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eben so gut dem Dienste der Religion und ihrer Priesterangeeignet, als zur Auszeichnung der höchsten Civil, undMilitär.Würden gebraucht. Plinius erwähnt des Gebrauchs,den Romulus und die nachfolgenden Römischen Könige, sowie nachher auch die Consulen und die höhern Magistrats.Personen der Republik davon gemacht haben. Unter denRömischen Kaisern wurde der Purpur zum eigentlichen Em-blem oder Symbol von Majestät erhoben, und das Tragendesselben wurde an Jedermann, der nicht jur KaiserlichenFamilie gehörte, als ein Majestats - Verbrechen mit demTode bestraft; wie dieß Sueionius berichtet hat, (Vir»Neronis) ; daher die Ausdrücke : „sscer murex" und „ado-rare purpuram” in den Römischen Gesetzen. (Vergl. Vi.schoffs Versuch rc.)

Da man dieser Farbe eine solche Wichtigkeit und Hei»ligkeit (wenn ich mich so ausdrücken darf) zugeeignet hatte,so wurde das Färben damit auch nur an wenigen eigensdazu bestimmten Plätzen, und nur von wenigen Personen,Muricileguli genannt, verrichtet; und wir dürfen uns da.her auch nicht wundern, daß nach dem Untergänge desgriechischen Kaiserthums die Kenntniß des Schaalthiers,welches die Purpurfarbe lieferte, und die Kunst dieselbe inder Färberei anzuwenden im zwölften Jahrhlinderte gänzlichverloren gieng, und daß nachher, als die Gelehrsamkeitwieder aufzuleben anfieng, einige Personen wirklich daranzweifelten, ob etwas von beiden wirklich einmal existirthabe; noch weniger dürfen wir uns wundern, daß nachdiesem Verluste die Auszeichnung, welche sonst dem Purpurzu Theil geworden war, in einem hohen Grade auf dieScharlachfarbe, die durch Kermes hervorgebracht wird,übergetragen wurde; diese Farbe erhielt den Namen rother Purpur (rsä purpis) und endlich den bei den Al.