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ten unbekannten Namen Scharlach (Lcarlst) *), wie wirdieß unter Andern von Canniparius erfahren, welcher inseinem Werke äs Atramentis p. 207 , nachdem er bemerkt,daß der damals unbekannte Purpur der Alten ehmals zurAuszeichnung der Kaiser und Könige rc. gebraucht wordensei, mit folgenden Worten fortfahrt: „Nostra autem aetate(Anfangs des i/len Jahrhunderts) hujusce modi vestesvocantur scarlati, quibus Yenetiis illustrissimi, Sena-tores procedere conspiciuntur.” — Auf der nächsten Seitesagt er dann: „Quam obrem ubique, et Yenetiis prae-sertim , maxime existimatur purpura, vulgari dictionedicta escarlatum, pro illustrissimis patriciis insignien-dis.” Er erwähnt auch / daß der violette Purpur damalsgewöhnlich bei den Italienern el Pavonazzo genannt wur-de. Er wurde wahrscheinlich damals blos mit Lrseille ge.gefärbt. Es ereignete sich aber mehr als sechzig Jahre spä-ter, nachdem das Werk des Canniparius zu Venedig ge,drukt worden war, daß ein gewisser William Cole vonBristol im Jahre 1683 zu Mineherd lebte und dort von ei-ner Person reden hörte, die an der Irländischen Seeküstelebte und dadurch einen beträchtlichen Gewinn machte, daßsie feines Leinenzeug mit einer vortrefflichen dauerhaftenCarmosinfarbe einmerkte/ welche Damen und Herren zu die«sein Zwecke dahin sandten; daß diese Farbe aus einer voneinem Schaalthiere genommenen flüssigen Substanz bereitetwerde. Cole war ein Freund der Naturgeschichte und eiltesogleich von Wißbegierde angetrieben, dieses Schaalthieraufzusuchen. Nachdem er verschiedene Arten Schalthiere
*) Späterhin erhielt diese Farbe den Namen VcnetianischerScharlach, um sie von der Hellern Farbe zu unterscheiden,die nun Scharlach heißt, und vor der Entdeckung der Coebe-nill und der Wirkung der Ainn-Auflösung, auf deren Pigmentvor dem 2ahr 1630 nie gesehen worden ist.