den Indiz verstellt. Ich habe öfter bemerkt, daß die frischvon der Jndigo.Pflanze gepflükten Blatter, zwischen weißenCalico gelegt und so stark gepreßt, daß lezterer den Saftdavon einzieht, demselben zuerst eine grünliche Farbe mit-theilten, welche beim Lroknen ins Blaue übergieng, unddann völlig blau ward; doch war dieses Blau sehr blaß,weil die Menge des Pigments, oder vielmehr dessen Grund-lage , im Safte der Pflanze sehr vertheilt ist, und dahernur eine schwache Farbe geben kann. Sie war jedoch sovollkommen befestiget, daß wiederholtes Waschen mit Seifenur dazu diente, die Farbe glänzender zu machen, weil dieübrigen Stoffe, welche im Safte der Pflanze enthalten wa-ren, und mit dem blauen Pigmente in den Calico sich ein.gesaugt hatten, durch das Waschen entfernt wurden. Wur-de auf diese Art dasselbe Srükchen Calico wiederholt mitdem Safte der Indigo-Pflanze getränkt, so vermehrte sichdie blaue Farbe bei jeder neuen Anwendung, und da ichfand, daß diese so mitgetheilte Farbe dauerhaft befestigetwar, so schloß ich, daß in Rüksicht des Op»dation6-Gra-tz es, die Grundlage des auf diese Art angewendeten Jn-digs sich beinahe in demjenigen Zustande befunden habe,in welchem sie in der Compositio» enthalten ist, welche dieCalico - Drucker mit dem Pinsel auftragen, um acht blaueStellen oder Figuren zu bilden, und welche ich nachher be-schreiben werde. Ich vermuthe indessen, daß die Grundlagedes Jndigs, wenn sie so mit dem ungegohrnen Saftein Verbindung auf Calico angewendet wird, nachher nichtso vollkommen sich oxydire, wie dieß geschieht, wenn siedurch den sogleich anzugebenden Prozeß in Indiz verwan-delt wird. Wenn der aus den zerquetschten Blattern derJndig-Pflanze gepreßte Saft in Gefäßen mit weiter Ober-fläche den Sonnenstrahlen der Wendekreise ausgesezt, undhernach zur Trokne abgedampft wird, bevor eine Gahrung
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