eintreten kann, so erhält man blos eine grünlich blaueFarbe; ich glaube, zum Theil deswegen, weil die Grund«läge des Jndigs sich nur unvollkommen oxydirt hat, undjum Theil, weil der Jndig hier mit einem gelben auszieh«baren Stoffe und einem grünlichen Harze gemischt ist, wel«che beide von Natur aus in der Jndig - Pflanze enthaltensind, Wie Chevreul gefunden hat. (Vergl. Annales de Che-mie, Band 68). Allein bei dem gewöhnlichen Prozeß derGahrung und des Niederschlages wird der Jndig großenTheils von diesen und andern im Safte enthaltenen Stof-fen abgesondert.
Es würde mich zu weit von meinem Zwecke abführen,wenn ich mich über die Kultur der Jndig. Pflanze verbrei«ten wollte; es mag mir indessen erlaubt seyn, zu bemerken,daß folgende Arten von der Gattung Indigofera amhäufigsten angewendet werden, nemlich:
i) Indigofera anil; eine große starke Pflanze, wel-che in den höhern Gegenden von Amerika wild wächstund einen Jndig von guter Beschaffenheit liefert.
*) Indigofera Tinctoria; diese Pflanze wachst nachLoureiro in China, Cochinchina, Hindostan, Coroman.del und andern Theilen Indiens wild, und wird da-selbst auch angebaut. Von dort her wurde sie nachAmerika gebracht. Die Franzosen nennen sie Indigofranc ; sie ist nicht so stark, giebt aber mehr Jndigals die übrigen Arten.
?) Indigofera Disperma; diese halte ich für dieAr:, wovon der sogenannte Guatamala-lndigo kömmt:sie ist weniger reichhaltig als die vorhergehende Art.
4) Indigofera Argentea; diese Art heißt bei denFranzosen Indigo bsrard , und ist, wie Stirne sagt,in Ostindien einheimisch. Alle diese Pflanzen sind
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