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Erster Band.
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so große Ungleichheit in den verschiedenen Jndigstücken oderKuchen, welche gewöhnlich in ein Gepäck zusammen assor-rirr werden, daß bei Proben mit kleinen Stücken noch großeUngewißheit über den gesuchten Werth obwaltet.

Die genaueste Analyse des Jndigs/ welche ich kenne,ist die erst kürzlich von Chevreuil angestellte- Er nahm zuseiner Analyse den besten Guatamala »Indig, und fand, daßderselbe durch Digestion mit heißem Wasser, diesemmittdeile: Ammoniak; Indig auf der niedrigsten Stufe derOxydation *), verbunden mit Ammoniak; ferner einen be-sondern grünen Stoff in Verbindung mit Ammoniak, Gum.mi, und eine geringe Menge eines gelben ausziehbaren

*) Was hier Indig auf der niedrigsten Stufe der Oxydation ge-»aniir wird, ist eigentlich als die Grundlage des Jndigszu betrachten; denn da dicfc Substanz entweder im Wasser oderim Alkohol allein auflösbar ist, so bcftzt sie nicht die Eigen-schaften des Jndigs, und verdient auch nicht diesen Name»,ob wohl sie fähig wird, jene Eigenschaften zu erlangen, undden Name» Indig zu verdienen, wenn sie in hinreichendeVerbindung mit Eauerstvff tritt. Die Gegenwart der Indig-Grundlage, oder des Jndigs auf der niedrigsten Stufe derOxydation im Guatamala-Indig, beweiset wie schwer es ist,diese Grundlage bei dem gewöhnlichen Prozeß mit der gan-zen ihr a » g e m csseu e n M enge Sauerstoff zu verbinden;wenn der Guatamala - Indig sogar noch Indig - Grundlageenthalt, um wie viel mehr muß davon im Rührfasse, wie esgewöhnlich gehandhabt wird, schwebend bleiben und verlorengehen.? Berthollet erwähnt (wahrscheinlich aus eigenerBeobachtung), daß in Egyptcn der Indig-BercitungS-Pro-zeß so übel geleitet wird, daß der dort gewonnene Indig im-mer grünlich („verdaue”) ist und eine schlechte Farbe giebt;daß er so sehr geneigt ist, sich durch Gahrung aufzulösen,daß die Färber nur etwas braunen Zucker damit in der Küpezu mischen brauchen, um die Gahrung einzuleiten, und denIndig zum Farben geschikt zu machen. Eine Eigenschaft, dienur einer unvollkommenen Oxydation zugeschrieben werdenkann. Vergl. Llsmein» etc. Th. 2. S. 41.