oder fremdartigen Theile, welche damit entweder unver-meidlich oder absichtlich und betrüglich gemischt gefundenwerden, sind gar mannigfaltig; sie können insgesammt durchdie von Chevreuil angewendeten Mittel aufgelöst und abge-sondert werden; wenn aber dieß geschehen ist, dann sindnur sehr wenige chemische Mittel fähig, auf den rükständi-gen reinen Färbestoff des Jndigs zu wirken. Es giebt ei-gentlich nur einen Weg/ auf welchem derselbe aufgelöstwerden kann/ ohne die Grundlage zu modificiren, und dieBeständigkeit seines Farbestoffes zu vermindern; dieß ge-schieht aber nicht durch ein einzelnes Mittel, sonderndurch Zusammen Wirkung mehrerer. Unter diese gehö«
Steinöl und Cajeputöl scheidet sich bei Aus«,; von Am-moniak der Jndigstoff unverändert aus. Ferner ist derJndigstoff im hochstrectificirtcn Weingeist und im Schwe-feläther aufloslich. Eine Auflösung des Kampfers imhöchstrectificirten Weingeist lost den Jndigstoff auch au-genbliklich auf, und zwar in der Warme noch mehr alsin der Kalte. Im SeifenfpirituS ist der Jndigstoff nichtso aufloslich, bildet indessen doch damit eine blaueTinktur. Wenn man Jndigstoff in schmelzenden Salpe-ter wirft, so entsteht eine Berpuffung; dieß erfolgtauch, wenn man ihn mit hyperoxydirtsalzsaurem Kaltmischt, und init Schwefelsaure berührt. Mit Oueksil-ber verbindet steh der Jndigstoff beim Erhitzen und bil-det damit ein Amalgam. Vor dem Blasrohr in einemPlatinlöffel rrbizt, funkelt er und flammt sich; es steigtein violeter Dunst auf und ein blauer Schatten bedektdie Oberfläche des Platins. Mit »xydirrsalzsaurem Kaligeschlagen, verpust er mit Flammen. Diese intcrestau-ten Beobachtungen über den Jndigstoff hatHr. DoktorBüchner in Dinglers neuem Journal der Druk-, Far-be- und Bieichkunst in einer eigenen Abhandlung >u-fammengestellr.