Band 
Erster Band.
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Zwecke der Jndig - Auflösung schon früher entdekt hatten,ohne jedoch zu wissen, wie es in diesem Falle eigentlichwirke.

Der befeuchtete und fein geriebene Jndig wird mitseinem zweifachen Gewichte Eisenvitriol und eben so vielreinem frisch und gut gebrannten Kalk in warmes Wassergethan, ein wenig umgerührt, und in Zeit von vier undzwanzig Stunden aufgelöst. In dieser Mischung verbindetsich ein Theil des Kalkes mit der Schwefelsaure des Vi«triols und bildet schwefelsauren Kalk (Typs); während dasniedergeschlagene nicht vollkommen mit Sauerstoff gesättigteEisenoxyd so viel Sauerstoff aus dem Jndig an sich zieht,daß dieser mit dem andern Theile des Kalkes, welcher sich nichtmit Schwefelsaure verbunden hatte, auflösbar wird. Diebeginnende Auflösung des Jndigs erkennt man aus dem ku-pferfarbigen Häutchen, welches sich auf der Oberfläche derMischung zeigt, während die Flüssigkeit selbst grün wirdund nachher immer mehr und mehr in's Gelbe sich neigt,so wie sich die Auflösung vermehrt. Wenn diese vollendetist, und die Flüssigkeit sich gesezt hat, wird das Baumwol-lengarn oder Zeug darin ausgefärbt; sobald dieses aus derBrühe kömmt, erscheint es gelb, geht aber Sauerstoff ver-schluckend sehr schnell durch die verschiedenen Schattirungenvon Grün, und wird nach wenigen Minuten blau; indemder Jndig in den Poren der Baumwolle durch Sauerstoff.Anziehung wieder hergestellt wird

Dieses ist unsere gewöhnliche blaue oder kalte Küpe, die fastin allen Leinen- und Banmwolienfärbereien angetroffen wird.Die Führung derselben sezt in den Kattundruekereien Auf-merksamkeit und Kenntniß des Gegenstandes voraus, indemman mit sehr verschiedenartigen Reservagen bedrukte Gewebedarin zu behandeln hat, weiche durch diese Jndigküpe nicht