eine weiße Glasflasche, so, daß sie mit etwas Kalk undZinnoxyd gemengt (jedoch ohne Gummi) das ganze GlaSfüllte, gethan/ und wohl verstopft aufbewahrt; in wenigTagen wurde das Gemisch (den Bodcnsaz auSgenom,men) so klar und farbenlos, wie rcrnesWasser*).Als die Flasche geöffnet wurde, bekam die Flüssigkeit aufihrer Oberfläche/ so wie sie mit der atmosphärischenkuft in Berührung kam und Sauerstoff einsog, augenbliklichzuerst eine grüne, dann eine blaue Farbe; und als dieFlasche wieder verstopft und aufgeschüttelt wurde, vertheiltesich der Indiz, welcher die Oberflache der Flüssigkeit blaugefärbt hatte, durch die ganze Masse derselben, wodurch sieein schönes grünlich. gelbes Ansehen bekam; da aber nocheine hinreichende Menge noch nicht gesättigtes Zinnoxydvorhanden war, so wurde der Sauerstoff bald verschlukt,und die Flüssigkeit erschien wieder ungefärbt **).
deutliche Vortheile gewahrten, und wofür Herrn Dvllfuß-Miez öffentlich Dank abrustattcn, hier an seinem Orte seyndürfte.
*) Ich habe Seite 257 gesagt, daß die Indiz - Grundlage far-benlos sei, wenn sie gänzlich frei vom Sauerstoff ist; dieeben angeführte Thatsache beweiset dieß zux Genüge. Zwarhat vr. Roxburgh S. 236 gesagt, „daß die Indiz-Grund-lage von Natur aus grün sei, so lange sie im wässerigenAufiosungsmittel, wodurch sie von den Blättern «usgerogenwurde, ausgelöst bleibt." Hierüber will ich indessen blos be-merken, daß die Indiz;-Grundlage, so lange sie grün ge-färbt erscheint, immer mit einem Theil Sauerstoff verbundenseyn muß, und daß dieser Sauerstoffgehalt in der grünenFlüssigkeit großer ist, als in der gelben Auflösung, welchefür das tvpische Blau bereitet wird.
**) Bert hottet erwähnt (Lh. U. S. $ 7 ) meiner Entdeckung derAnwendung des Jinnoxydes zur Beschleunigung der Indiz-auflösung, und fügt hinzu: „man kann das Zinn aus dem