Als ich statt beS Zinnoxydes das fein gekörnte Zinnim metallischen Zustande anwandte, konnte ich keine Indiz,austösung bewirken; und als ich einen Versuch machte mitZinn, welches ich in einem Schmelztiegel mit Salpeter kal-zinirt hatte, fand ich, daß sich der Indiz nicht blos nichtauflöse, sondern daß sogar dessen Auflösung mit dem, aufdie oben angeführte Art durch Scheidewasser bereitetemZinnoxyde, oder mit rohem Spießglanz, oder mit Eisenvi-triol, sowohl einzeln als in Verbindung, verhindert wurde;die Auflösung erfolgte selbst dann noch schwierig, als zulezteine große Menge Operment beigemischt wurde. Das ncm»liche Resultat erhielt ich auch mit Zinn, welches für sichMein in einem Schmelztiegel bei starker Hitze kalzinirtworden war; auch das Wismuts), ausgleiche Art kalzinirt,störte die Auflösung des Indiz. Wahrscheinlich ziehen indiesem Falle die so kalzinirren Metalle nicht blos keinen
niedrigsten Grade der Oxydation unmittelbar in der Kalilaugeauflöse», und diese Auflösung auf den Indiz wirken lassen:sie bildet i» kurze Zeit eine Küpe, welche die Zeuge sel,r in-tensiv blau färbt" Die Anstellung einer solchenKüpe ergab sich natürlich leicht aus der Kenntniß dessen, wasich über diesen Gegenstand bekannt gemacht habe.
64) Wenn das Zinnoxyd nicht r« kostspielig wäre, so mochtenwir dasselbe zur Führung der Blauküpe vorzüglich empfehlen.Sowohl die in der vorstehenden Anmerkung erwähnte undzum Walzendruck mißlungene Indigfarbe, wo der Indiz durchZinnrxyd desoxydirt wurde, als auch später die Abgänge undAbwaschwaffcr von dem Blau, dessen Erfolg gut war, wur-den für die Blanküpe verwendet, und ein Blau daraus ge-färbt , welches jedes andere a» Schönheit übertraf. Bemer-kungswerth ist es, daß dieses Küxenblau, wenn es nach demFärben gut gereinigt und in einer gelbe» Flotte behandeltwird, nicht Grün zum Vorschein kommt.
L s