die blaue Farbe herrühre. Um mich indessen, so weit alses mir möglich war, zu überzeugen, ob dieser Schluß rich.tig sey, nahm ich vom leichtesten und blauesten Guatamala»Indig, und löste denselben durch Kalk, Potasche und Oper«mcnt wie gewöhnlich auf; wir wissen, daß durch eine solcheAuflösung wenigstens ein beträchtlicher Theil Sauerstoff demIndiz entzogen wird; dem gemäß fand ich bei diesem Der.suche, wie jedesmal bei der Auflösung des Indigs zum to«pischen Blau, daß die Auflösung mit einem herrlich glän.zenden kupferfarbigen Hautchen auf der Oberflache der Flüs-sigkeit begleitet war, während diese von unten herauf einegrünlich, gelbe Farbe zeigte. Die Erscheinung des kupfer.farbigen Häutchens wird man sich leicht erklären können,wenn man sich erinnert, daß der seines Sauerstoffes be-raubte aufgelöste Indig auf der Oberfläche der Flüssigkeitunmittelbar in Berührung mit der atmosphärischen Luftsteht, von welcher er einen Theil dessen, was er verlorenhatte, wieder gewinnt, und dadurch kupferfarbig wird.Allein indem der Indig auf einer Flüssigkeit schwimmt, wel-che eine große Neigung hat Sauerstoff anzuziehen, so kanner sich nicht in dem Grade mit Sauerstoff sättigen, als nö-thig ist, um sich in die vorige blaue Farbe zu verwandeln;folglich bleibt das obenauffchwimmende Häutchen so langekupferfarbig, als die Masse der Flüssigkeit gelb oder grünbleibt, obgleich es aus einem Färbestoff besteht, welchervorher blau war und wieder blau wird, wenn er im auf-- gelösten Zustande auf Leinen oder Baumwolle als eine dün-ne Lage aufgetragen, und mit dem Sauerstoffe der Atmvs-phäre in hinreichende Berührung gebracht wird. Wenn alsodieser blaue Indig blos deswegen kupferfarbig wurde, weiler weniger Sauerstoff harte als ehevor, bieret dieser Um-stand nicht einen neuen Beweggrund dar, um zu schließen,l daß der kupferfarbige durch Kalk ausgeschiedene und gefällte
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