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terscheidung der Waidfärber bei den Deutschen schon in ei-ner Urkunde vom Jahr 1339 vorkomme, gemäß welcher ge.wisse Flammländische und Italienische Färber, welche sichin Deutschland ansaßig machten, nachher in eine Zunft un«ler dem Namen: Kunst., Waid. und Schönfärbervereinigt worden sind; daß dieses zur Eifersucht und Feind,schaft einer ältern Zunft, nemlich der Schwarzfärber, An.laß gegeben habe, und da die erstern des Indiz sich bedien,ten, so bemühten sich die Schwarzfärber, von Feindschaftangetrieben, diese Farbewaare so sehr in üblen Ruf zubringen, daß rer Kurfürst von Sachsen und Herzog Ernstder Fromme sich bewogen fühlten, strenge Verbote gegenden Gebrauch des Jndig ergehen zu lassen und daß dieserauf dem Reichstage selbst als „Fressender Teufel" undcorrosiver Farbestoff beschrieben worden ist. In Hinsichtdieser Verbothe des Kurfürsten von Sachsen beruft sich Bi«schoff auf den 6oäsx Augusteus Th. I. S. 236, Jahr 1521und 1547, und wegen der schimpflichen Benennungen desJndig auf dem Reichstage bezieht er sich auf ein Werk,welches zu Frankfurt 1577 gedruckt worden ist. Alles die.ses geschah also schon lange vor der Reise der Holländernach Ostindien.
Es ist mir unbekannt, auf welche Art der Jndigzuerst in Europa zum Farben aufgelöst oder angewendetworden ist; allein in der alten Sammlung von Rezepten,welche, wie ich schon früher einmal erwähnt habe, ausdem Holländischen ins Englische übersetzt und zu London imJahr 1605 gedruckt worden ist, finde ich S. 32 etwas überden Gebrauch des Jndig, welcher hier Flora oder Flora» *)
*) In einer Akte vom -zsten Jahre der Königin Elisabeth Kap. IX.ist der Jndig mit dem Namen „Ancle, alias blue inde” 6C?ieichnet. Ich bin Nicht im Stande zu bestimmen, wie lang