Band 
Erster Band.
Seite
334
JPEG-Download
 

daraus, vor seiner damit gemachten Entdeckung, noch nieIndig bereitet habe. Der verstorbene Sir W. Iones hataber im vierten Bande der Asiatic Researches angeführt,daß ein Hindostanischer Landmann, welcher ihm lcztereStaude überbrachte, dieselbe „Nil" nannte, was in derdortigen Landessprache „Blau" bedeutet. „Dieß ist einBeweis", sagt er, „daß diese Eigenschaft der erwähntenPflanze dem Landmann bekannt war, und den Hindostanernwahrscheinlich schon seit undenklichen Zeiten bekannt ist."-Als die Araber und Aegypter späterhin den Indiz und sei«ne Anwendung von den Indiern kennen lernten (wie dießmit mehreren andern Dingen der Fall war), so nahmen sienatürlicher Weise auch den Namen mit der Substanz selbstan. Die Araber nennen den Indiz „Nil” und „Wir”, wieJulius Scaliger (in seinem Werke über Pflanzen) schonlangst erwähnt hat; auch die Aegypter geben ihm den Na.men „Nil” oder „Neei”. In der Abhandlung des Baronvon Tott (S. 273) wird angegeben, daß der Samen vonder Indigofera tinctoria, womit die Aegypter ihr einzigesKleid (ein leinenes Hemd) färben, jährlich aus Syriennach Aegypten gebracht werde; dieses Land sei eine Bad.st übe, welche die Pflanze erschöpfe, ehe der Same zurReife kommen könne. Daher konnten die Aegypter nichtwohl die ersten Entdecker einer Zubereitung seyn, welchevon einer Pflanze abhängt, die in ihrem Lande keinenfruchtbaren Samen trägt.

Ueber die Geschichte der Waidpflanze will ich nur sehrwenige Bemerkungen beifügen. Diese Pflanze wurde vonden alten Griechen und vorzüglich vom Dioscorides, Isa-tis genannt, und hieß bei den Galliern und GermanenGlastum. Dieses leztcrc Wort bedeutete in ihrer Spra«che Glas; daher sagt Cäsar im zten Kapitel des 5ten Bu.ches äs Lsllo Qallico : „Omnes vero se ßnttani vitro