Flüssigkeit in die Rührküpe gebracht, verschließt dieselbe, und läßtden Indiz sich setze», welches nach 7 bis 8 Stunde» der Fall ist.Die völlige Abschcidung erkennt man daran, wenn man gleicheTheile der über dem Bodensätze stehenden Flüssigkeit und Kalkwas-ser zusammen in einer Flasche schüttelt, wo sich dann nur ein licht-gelber mit kleinen 2»digtheilchen untermengter Bodensatz abscheidendarf. Die vbcnstehende Flüssigkeit wird nun abgezogen, durch rei-nes Wasser ersetzt, und mit dem Bodensätze gut durcheinander ge-rührt. 2» diesem Zustande laßt man das Ganze 6 bis 8 Stundenstehen. Dieses Auswasehen ist nöthig, um den 2»dig von den nochanhangenden Theilen der ersten Flüssigkeit zu befreien. 2ezt laßtman die Flüssigkeit vom Jndigsatz ablaufen, bringt den Satz in ei-nen Bottich, in welchem derselbe »och zweimal mit Wasser ausge-waschen wird. Das leite Auswaschwasser ist zwar nur schwach ge-färbt , allein der Indiz enthält noch immer theils gelbes Pigment,theils Kalktheilchen. Um diese Beimengungen, welche der Gütedes Indiz hinderlich sind, hinwegzuschasse», wird, nachdem allesWasser mittelst eines Hebers sorgfältig hinweggenommen, der Jn-digbrühe eine Säure (wozu man außer Salzsäure auch jede reineund klare Pflanzensäure gebrauchen kann), zugesetzt.
Nach diesem Verfahren wird nun der Indig zum viertenMale, und wenn es nöthig seyn sollte zum fünften Male mit fri-schem Wasser ausgewaschen. Die Indigbrühe läßt man nun in einkleines hölzernes Gefäß laufen, und wenn sich der Indig darausvöllig niedergeschlagen hat, so läßt man das Wasser ablaufen, gießtden Brei in flache Kästchen, derer Boden und unterer Theil derSeitenwände durchlöchert und mit grober Leinwand belegt ist; sam-melt die abfließende Brühe, so lange sie noch Farbetheile enthält;gießt, so wie die Masse sich senkt, mehr Indigbrei nach, hebt denJndigkuchen nach Verlauf von io bis 12 Tagen mit der Leinwandheraus, und vollendet das Trocknen an einem warmen schattigen-Orte, der einen gehörigen Luftzug hat.
Das Verfahren, den Indig aus dem Waid darzustellen, nachKulenkamp, welcher vor Heinrich seine Methode bekannt gemacht,weicht nicht wesentlich von dieser Darstellung ab. Kulenkamp wen-det nur statt den trockenen, die frischen Blätter des Waid an.
Der Gegenstand, Indig aus dem Waid zu ziehen, beschäf-tigte zur Zeft der Kontinentalsperre noch niedrere andere verdienst-