volle Männer, aus derer Resultaten sich noch Folgendes erge-ben hat.
Ein Zentner des besten Thüringschen Waid, in frischem Zu-stande angewendet, liefert :m Maximum 20 Loth Indiz. Die Wit-terung äußert auf die Waidpflauze einen großen Einfluß hinsichtlichdes Gehaltes an biaufärbeudcm Pigment. Der in nassen Jahrsrei-ten gebaute Waid liefert einen Indiz von wenig Glanr, dessen Farbenicht tief ist. Das vortreffliche Jahr wi hingegen lieferte tir;mIndig aus dem Waid, der dem besten Ost - oder Westindischen andie Seite gestellt werden konnre. D'Ambourneo will aus g; Pfundfrischen Waidblättern 16 Loth Indiz erhalten haben, wahrend iooPfund Statt nicht mehr als ein Pfund Indiz Ausbeute geben. ImAllgemeinen möchte d'Ambvurncy's Ausbeute zu hoch angeschlagenseyn. Wir komme» nun ru dem allgcmeineir Gebrauch des Waid,nemlich der
W a i d k i, p e.
Die Küpe, in der man die färbende Flüssigkeit bereitet, ist gewöhn-lich 8 Fuß rief und 6 Fuß weit, und faßt 500 Eimer oder 6000 Ber-liner Quart Wasser. In mehreren Werkstätten ist sie ganz von Ku-pfer, in andern ist aber blos der Boden von Kupfer, um solchedurch Feuer erwärmen zu können; auch sind in einigen Färbereiendie Küpen blos von Holz, und die Flüssigkeit erwärmt man in ci-vem besondern Kessel, sie wird durch Rinnen in den Kessel undeben so aus diesem in die Küpe wieder zurükgcbracht. Die Erwär-mung der Waidküpe geschieht nach unserer Ansicht am einfachstenund besten durch Wasserdämpfe mittelst eines Dampfapparat«. —Die Ansätze zur Waidküpe weichen in quantitativer Hinsicht in vcc-schiedencn Färbereien wesentlich von einander ab; wir wählen hierdasjenige Verfahren, dessen sich Herr Hermbstäöt bedient, und daswir aus Erfahrung im Großen in einer bedeutenden Färberei alsdcwährt beobachtet haben. — Die nach obiger Größe angegebene Kü-pe wird bis 4 Zoll vom Rande, welche leer bleiben, mit reinemFkußwasser gefüllt, man bringt hierauf 300 Pfund guten verkleiner-ten Waid, ia i/2 Pfund Krapp und 12 1/2 Pfund Waitzen- Kleiehinein, rührt alles recht wohl untereinander, dckt die Küpe zu,macht Feuer darunter und läßt die Temperatur der Flüssigkeit nachund nach auf 7;° Reaumür herankommen; während welcher Zeitdie Masse einige Mal umgerührt wird, um ihre Temperatur gleich-